Bilder ohne Blut – aber blutiger Ernst

Fundraising Die Basler Agentur Favo hat für die Unicef eine Spendenkampagne sowie einen Solidaritätstag lanciert.

Fundraising Die Basler Agentur Favo hat für die Unicef eine Spendenkampagne sowie einen Solidaritätstag lanciert.Bereits im letzten Sommer hat die Favo Werbeagentur in Zusammenarbeit mit IMD, Lausanne, und Accenture die zukünftige Wachstums- und Spenderstrategie mit und für Unicef Schweiz erarbeitet. Favo hat sich dabei vor allem auf die Themen Positionierung, Spendersegmentierung und neue Formen der Spendengenerierung fokussiert. Im Dezember 2004 hat Unicef Schweiz die Favo erneut mit zwei Aufgaben betraut. Die klassische Frühjahrskampagne 2005 soll die Mädchenbeschneidung zum Thema machen. Die zweite Kampagne lanciert den 8. März als neuen Unicef-Solidaritätstag für benachteiligte Mädchen.Innerhalb der Unicef agieren die einzelnen Länderorganisationen in hohem Masse selbstständig, insbesondere bei der Auswahl, Planung und Kommunikation von Projekten, welche sie in einzelnen Ländern initiieren oder unterstützen.
Für die Schweizer Kampagnen hat Favo in einem ersten Schritt
einen Marketingplan entwickelt, welcher bereits initiierte PR-Massnahmen und Aktivitäten von Unicef mit den neuen Kampagnenzielen zusammenführt und mögliche strategische Partnerschaften und Projektmultiplikatoren aufzeigt.
Symbole der SolidaritätMit dieser Kampagne gilt es, über die Menschenrechtsverletzung in Form von Genitalverstümmelung bei kleinen Mädchen aufzuklären und Spenden für konkrete Unicef-Projekte zur Bekämpfung dieses grausamen Rituals zu generieren. Herausforderung war, weder «Blut» noch die traumatische Opfersituation zu zeigen und trotzdem beim Betrachter Verstehen und echte Empörung auszulösen – damit das Verlangen aufkommt, die Projektarbeit zu unterstützen. Gemeinsam hat man sich für das Konzept «Werkzeuge» entschieden. Die Sujets bilden die Anzeigenkampagne in Tageszeitungen und Magazinen sowie den Einstieg in die
E-Boards, Kino- und TV-Spots.
Als zweite Idee soll der internationale Frauentag am 8. März in Zukunft von Unicef Schweiz als Mädchentag besetzt werden. Ein wichtiges Element dieser Kampagne ist das Symbol, welches ab 2005 jedes Jahr immer wieder als Solidaritätszeichen zum 8. März getragen werden soll. Favo hat als Symbol eine Perle und eine Muschel als Schutzmantel gewählt. Beim Betrachten oder Tragen sollen diese Zeichen ein positives Gefühl auslösen. Die Perle und die Muschel können auch als kleines Schmuckstück am Revers dienen. Deshalb galt es, dieses Symbol innert weniger Wochen auch als 3-D-Pin verfügbar zu haben. Favo war für die gesamte Projektabwicklung vom Entwurf über die Produktion bis zur Anlieferung verantwortlich.
Die Spendenkampagne der Favo thematisiert das Trauma der Genitalverstümmelung ohne Schauerbilder, berührt dennoch emotional stark.
Andreas Panzeri

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