Alles, was von der Frucht übrig bleibt

Detailhandel Die Migros und Exxtra Kommunikation führen einen Brotaufstrich ohne Kristallzucker ein.

Detailhandel Die Migros und Exxtra Kommunikation führen einen Brotaufstrich ohne Kristallzucker ein.Rund 638 Millionen Franken haben Herr und Frau Schweizer im letzten Jahr für den täglichen Konfitürengenuss ausgegeben. Egal bei welchem Detaillisten eingekauft wird, vor dem Brotaufstrich-Regal herrscht die Qual der Wahl. Für Migros-Kundinnen und -Kunden ist diese noch etwas grösser geworden: Mit Pure Fruit hat der Detailhandelsriese, welcher mengenmässig rund 48 Prozent des Konfitüren-marktes besetzt, eine neue Eigenmarke eingeführt. Der Brotaufstrich, der statt mit Kristallzucker mit Fruchtsaftkonzentrat gesüsst ist, peilt «Kleinhaushalte an, die Wert auf gesunde Ernährung legen». Zudem wolle man mit der Einführung der 185-Gramm-Gläser das Kundenbedürfnis nach Kleingläsern befriedigen, so Migros-Mediensprecher Urs Peter Naef. Dass ein Gläschen Pure Fruit etwa gleichviel kostet wie ein 500-Gramm-Glas, nämlich Franken 2.50, wird damit gerechtfertigt, dass für ein gleichwertiges Produkt aus dem Reformhaus noch mehr ausgelegt werden muss. Für die Einführung der neuen Eigenmarke verzichtet die Migros-Hausagentur Exxtra Kommunikation darauf, Packshots und Models zu präsentieren. Stattdessen setzen die Kreativen um CD Dieter Hofmann auf die Dramatisierung des USPs – 100 Prozent Frucht, 0 Prozent Kristallzucker – und zeigen das Einzige, was von den Früchten nicht in Pure Fruit enthalten ist: Der Stein der Aprikose und das Kraut der Erdbeere. «Den Rest», so die Inserate-Copy, «haben wir für Sie in ein Glas abgefüllt». Neben den auf den beiden Sujets abgebildeten Sorten ist die neue Kreation in weiteren Geschmacksrichtungen erhältlich.
In Pure Fruit gibts Früchte – und nur Früchte.

Simone Keller

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