Akais grosser Ärger mit den Trams

Ruf Lanz dramatisiert den dichten VBZ-Fahrplan mit «verpfuschten» Ferienfotos

Ruf Lanz dramatisiert den dichten VBZ-Fahrplan mit «verpfuschten» FerienfotosEntgegen des Eindrucks vom vergangenen WM-Sonntag dominieren nach wie vor die Farben Weiss und Blau das Stadtbild von Zürich. Geprägt wird dieses aber vor allem von Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), die der Limmatstadt ihren blau-weissen Look verpassen, den schon Karl Valentin lobte. Trams und Busse bedienen während 20 Stunden pro Tag 664 Haltestellen, kein Wunder also, dass deren Farben fast omnipräsent sind. Diesen in Europa einzigartig dichten Fahrplan will die VBZ heuer am Open-Air-Kino «Orange-
Cinema» mit einem Auftritt von Ruf Lanz kommunizieren.
«Primär galt es, die Werbezeit zu füllen, die den VBZ auf Grund ihrer Kooperation mit den Veranstaltern zur Verfügung stehen», beschreibt CD Markus Ruf die Ausgangslage. Dafür hat sich das Kreativduo die ungewöhnliche Frage gestellt, wer denn eigentlich unter dem dichten Fahrplan der VBZ «leidet»? Von der Antwort ist der CD felsenfest überzeugt: Es sind Touristen, die kaum eine Zürcher Attraktion auf Celluloid bannen können, ohne dass ein Tram oder ein Bus ins Bild fährt.
Diesen Nachteil dramatisiert Ruf Lanz in einer Diashow des fiktiven japanischen Touristen Tagashi Akai. Dabei werden die Kinozuschauer Zeugen von Akais verzweifelten Versuchen, seine stets tapfer lächelnde Frau zu fotografieren – erfolglos: Jedes seiner Bilder wird von einem Tram oder Bus «verpfuscht». Mit lauten Unmutsbekundungen in Japanisch verleiht das Pärchen seinem Ärger Ausdruck.
Der Spot in Form einer Diashow ermöglichte eine kostengünstige Produktion. Allerdings stiess die Idee VBZ-intern auf so grosse Begeisterung, dass der Auftritt nun auf Inserate und Plakate ausgeweitet wird. Simone Keller

More articles on the topic