80 Agenturen relaunchen sich selbst

Branchenpolitik Ein englischer Name soll den BSW revitalisieren.

Branchenpolitik Ein englischer Name soll den BSW revitalisieren. Seit 2001 steht das Kürzel BSW für «Branchenverband Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen». Ab Frühling 2005 ist es vorbei mit dem Zungenbrecher: Dann tauft sich der Verband um in leading swiss agencies bsw. Die ausserordentliche Generalversammlung vom 16. November hat diesem Antrag des Vorstands zugestimmt.Laut BSW-Präsident Peter Leutenegger ging die Änderung ohne grosse Diskussionen durch. Mit dem Namenswechsel möchte sich der BSW neue Impulse geben, um sich am Markt besser zu positionieren und um wieder zu einer starken Marke zu werden. Zuvor hatte der Verband in einer Standortbestimmung festgestellt, dass er nicht einheitlich wahrgenommen wird und einige Imagedefizite aufweist. So gelte er als gross und träge, als
kartellistisch und als «Hüter der 17,65%» (Agenturhonorar).
Zum Imagewechsel des Verbandes werden neben dem Namen auch ein neues Logo und Erscheinungsbild beitragen. Das genaue Vorgehen bei diesem Redesign wird an einer kommenden Vorstandssitzung festgelegt.
Die Idee der Umbenennung ist übrigens nicht ganz neu. Im Frühling 2003 gab es bereits ein Projekt zur Fusion des BSW mit dem Bund der Public-Relations-Agenturen der Schweiz (BPRA), das unter dem Arbeitstitel «Swiss Leading Agencies» lief. Das Vorhaben war von den BPRA-Mitgliedern aber mehrheitlich abgeschmettert worden.
Der Relaunch war nicht das einzige Traktandum an der Generalversammlung. Die BSW-Mitglieder beschlossen zudem, die Aktion gegen Werbeverbote mit einem namhaften finanziellen Beitrag zu unterstützen. Dazu wird jede Agentur einen festgelegten Betrag überweisen. Laut Peter Leutenegger beläuft er sich je nach Grösse der Agentur auf 500 bis 1000 Franken.
Stefano Monachesi

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