Zu guter Letzt: Wikileaks hat einen Nachfolger: Vatileaks
Aus dem Vatikan sind in den vergangenen Monaten immer wieder vertrauliche Dokumente an die Medien durchgesickert. So hat der Vatikan die ganze Veröffentlichungen bereits als «Vatileaks» kritisiert.
Die Bezeichnung «Vatileaks» soll eine Anspielung sein auf die Veröffentlichung geheimer US-Botschaftsdepeschen auf der Enthüllungsplattform Wikileaks. So wurden etwa interne Informationen über ein angebliches Mordkomplott gegen den Papst und das Finanzgebaren der Vatikanbank IOR bekannt. Nun hat der Vatikan umfangreiche Ermittlungen auf allen Ebenen des Heiligen Stuhls eingeleitet. Dies berichtete das Kirchenblatt L'Osservatore Romano am Samstag gemäss SDA auf seiner Internetseite. In einem Interview äusserte sich der Substitut des Päpstlichen Staatssekretariats, Erzbischof Angelo Becciu: «Das Image der Römischen Kurie, das gar zu oft in der öffentlichen Meinung kursiert, entspricht nicht der Realität, die mit Sicherheit deutlich besser ist, auch wenn sie durch die schlimme Unredlichkeit einiger weniger getrübt wird».
Für das «Fiat Lux» ist eine zusätzliche Kommission zuständig: Papst Benedikt XVI. habe eine übergeordnete Kommission ernannt, «um Licht auf die ganze Angelegenheit zu werfen». Warum der Vatikan lieber sein eigenes «Licht» auf die Angelegenheit werfen will, anstatt das der Öffentlichkeit und der Medien, sei dahingestellt.

