Zu guter Letzt: Wie sich mit Haiders Tod am besten Geld verdienen lässt
Die Medien sind schon längst ins Geschäft mit Haiders Tod eingestiegen und basteln fleissig am Mythos des rechtspopulistischen Politikers. Nun hat die österreichische Zeitschrift News mit einem Jörg-Haider-Gedächtnis-Kalender den Bock abgeschossen.
Die Medien sind schon längst ins Geschäft mit Haiders Tod eingestiegen und basteln fleissig am Mythos des rechtspopulistischen Politikers. Nun hat die österreichische Zeitschrift News mit einem Jörg-Haider-Gedächtnis-Kalender den Bock abgeschossen: Zwölf Bilder für jeden Monat im Jahr 2009, darunter eines von Haider in Shorts mit dem Rasierer in der Hand. Der News-Chef Oliver Voigt antwortete der österreichischen Zeitung Standard auf die Frage, was man sich denn dabei gedacht habe: «Wir haben eine Hommage an den verstorbenen, zweifellos umstrittenen, aber doch wichtigen Politiker gemacht.»
Bereits vor Veröffentlichung des fragwürdigen Kalenders wurden die Grenzen des journalistischen Geschmacks ausgetestet, wobei die Qualitätszeitungen den Boulevardmedien in nichts nachstanden. In der Gier nach neuen Haider-Sensationen zitierten sich die Medien gegenseitig, nur um Haider irgendwie doch noch Bisexualität andichten zu können. Jörg Haider war zweifellos einer, der nicht gerade für seine Geschmackssicherheit bekannt war – genauso wurde auch hier das sichere Ufer des guten Geschmacks verlassen.
Bereits vor Veröffentlichung des fragwürdigen Kalenders wurden die Grenzen des journalistischen Geschmacks ausgetestet, wobei die Qualitätszeitungen den Boulevardmedien in nichts nachstanden. In der Gier nach neuen Haider-Sensationen zitierten sich die Medien gegenseitig, nur um Haider irgendwie doch noch Bisexualität andichten zu können. Jörg Haider war zweifellos einer, der nicht gerade für seine Geschmackssicherheit bekannt war – genauso wurde auch hier das sichere Ufer des guten Geschmacks verlassen.

