Zu guter Letzt: Wenn Fernsehen mitfühlend macht
In den Niederlanden machte im Frühsommer eine TV-Show Furore, die als Hauptgewinn eine Niere vergeben wollte, sich dann aber als Inszenierung entpuppte. Die Werbewoche-Redaktion fragte sich damals in der Rubrik «Zu guter Letzt», wozu das ganze Theater gut sein wird. Die Antwort soll nun nicht schuldig bleiben.
In den Niederlanden machte im Frühsommer eine TV-Show Furore, die als Hauptgewinn eine Niere vergeben wollte. Beruhigt durften die Bürger dann zur Kenntnis nehmen, dass die Show ein medialer Coup und die angebliche Spenderin eine Schauspielerin war. Die Werbewoche-Redaktion fragte sich damals in der Rubrik «Zu guter Letzt», wozu das ganze Theater gut sein wird (siehe: ). Die Antwort soll nun nicht schuldig bleiben: Wie das Gesundheitsministerium am Montag in Den Haag bekannt gab, haben sich seit der Organspende-Show vor rund sechs Wochen rund 12’000 Menschen in der Organspende-Datenbank des Landes registriert. . Normalerweise registrieren sich den Angaben zufolge nur 3’000 bis 4’000 Menschen pro Monat. Von den Neueingetragenen hätten fast alle dem Organspenden zugestimmt. In den Niederlanden müssen sich nämlich neben Organspendern auch diejenigen Bürger in der Datenbank registrieren, die eine Entnahme ihrer Organe nach ihrem Tod ablehnen.
Angesichts dieser Zahlen schimmert ein Hoffnungsschimmer am Fernsehhimmel auf: TV kann also doch für etwas Sinnvolles gut sein! Bleibt nun nur noch zu wünschen, dass der momentan laufenden Plakatkampagne in der Schweiz ein ähnlicher Erfolg beschieden sein wird.
Angesichts dieser Zahlen schimmert ein Hoffnungsschimmer am Fernsehhimmel auf: TV kann also doch für etwas Sinnvolles gut sein! Bleibt nun nur noch zu wünschen, dass der momentan laufenden Plakatkampagne in der Schweiz ein ähnlicher Erfolg beschieden sein wird.
