Zu guter Letzt: Wenn der Weihnachtswahn früher kommt

Im Normalfall weisen die ersten Zeichen erst im Oktober auf Weihnachten hin. Früh genug, könnte man meinen.

 Wir haben uns ja alle daran gewöhnt, dass uns der Weihnachtswahn bereits im Herbst heimsucht. Schon gegen Ende Oktober flittert’s und flimmert’s in den Kaufhäusern, im November glitzert’s und glimmert’s dann auch in den Strassen, und im Dezember, naja, Sie wissen schon. Nun hat’s aber jemand geschafft, die Mühle bereits am 30. August loszutreten. Die Organisatoren des Weihnachtsfests in Montreux sandten einen achtseitigen Prospekt mit allen Details; Zeiten, Aussteller, spezielle Anlässe usw. usf.. Natürlich stand sofort die Frage im Raum, was denn die Absicht hinter dem vielleicht doch etwas frühen Postversand sein könnte. Man erfährt da zum Beispiel, dass sich das Fest thematisch im Rahmen des internationalen Polarjahres bewegen wird. Natürlich ist es gut, das bereits im August zu wissen. Und dass uns eine themenbezogene Ausstellung das Sozialleben der Mammuts zur Gletscherzeit näher bringen wird. Es ist nicht abzustreiten, dass dies weihnächtliche Gefühle erzeugt. Doch wieso der frühe Versand? Mit einem weiteren Blick auf den Prospekt dämmert es. Gewandt jonglierend mit den Themen Weihnachten in Montreux, internationales Polarjahr (und Sozialleben der Mammuts zur Gletscherzeit) steht da: «Montreux Noël en Pôle Position» (man beachte den Zirkumflex). Der Prospektversand musste offenbar auch in die Pole Position geschoben werden.

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