Zu guter Letzt: User-Inhalte lenken Journalisten von eigentlichen Aufgaben ab

Die Sichtung und Bearbeitung von selbst erstellten Inhalten, welche Nutzer von Nachrichtenseiten im Internet die die zuständigen Redaktionen übermitteln, lenkt die dort tätigen Journalisten von den eigentlichen Aufgaben ab. Nachrichtenhäuser seien jedoch sehr gut daran beraten, nutzergenerierte Inhalte in ihre Online-Auftritte einzubinden, um eine stärkere Leserbindung zu erreichen, so der Pressesprecher des deutschen Journalistenverbandes DJV, Hendrik Zörner.

Die Sichtung und Bearbeitung von selbst erstellten Inhalten, welche Nutzer von Nachrichtenseiten im Internet die die zuständigen Redaktionen übermitteln, lenkt die dort tätigen Journalisten von den eigentlichen Aufgaben ab. Zu diesem Resultat kommt eine Untersuchung britischer Wissenschaftler, die gemäss Pressetext.ch aktuell auf der Konferenz «Future of Journalism» an der Cardiff University vorgestellt worden ist. Journalisten müssen die zunehmende Mende an solchen selbst erstellten Inhalten von Usern sichten und teilweise für eine weitere Veröffentlichung aufbereiten. Diese Tätigkeiten kosten Zeit, welche sie für andere Aufgaben aufwenden sollen, denen ihrer Einschätzung nach mehr Bedeutung in ihrem Job zukommt. Nachrichtenhäuser seien jedoch sehr gut daran beraten, nutzergenerierte Inhalte in ihre Online-Auftritte einzubinden, um eine stärkere Leserbindung zu erreichen, so der Pressesprecher des deutschen Journalistenverbandes DJV, Hendrik Zörner im Gespräch mit Pressetext.com. Eine redaktionelle Kontrolle des nutzergenerierten Materials sei dabei wichtig, um nicht die eigenen Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen. Doch durch die gegenwärtige Situation hätten die Redaktionen ohnehin schon die obere Leistungsgrenze erreicht. Der Rat Zörners in einer Zeit, in der beinahe täglich von neuen Entlassungen und Lohnkürzungen in Redaktionen berichtet wird: Man müsste für die hinzugekommenen Aufgaben zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Was, so Zörner abschliessend, in der derzeitigen Wirtschaftslage nur schwer zu verwirklichen sein werde.

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