Zu guter Letzt: Unlautere Oscar-Werbung für die «Schmerzkiste»
In einer Woche vor der Vergabe der Oscars wurde bekannt, dass einer der Produzenten des Favoriten «The Hurt Locker» die Jury zum Votum für seinen Film gedrängt haben soll.
Der Produzent Nicola Chartier hat laut Los Angeles Times den Juroren eine E-Mail geschrieben und sie darin aufgefordert, für seinen Film abzustimmen und nicht für «diesen 500-Millionen-Dollar-Film». Damit meinte er den anderen grossen Favoriten, den 3D-Kinofilm «Avatar». Chartier soll sich bereits für seinen Brief entschuldigt haben. Dennoch drohen dem Produzenten jetzt Konsequenzen. Die Konkurrenz wird’s freuen. Denn «Avatar» von James Cameron ist ebenso für neun Oscars nominiert wie «The Hurt Locker» seiner Ex-Frau Kathryn Bigelow. Unlautere Werbung also, oder bloss ein schlechter Seitenhieb im Ehekrieg? Wen kümmert es? Die Jury jedenfalls nicht. Die Academy werde vielleicht nach der Abstimmung eine Stellungnahme abgeben. Hinter verschlossenen Türen sollen jedoch schon Sanktionen diskutiert werden, wie die SDA schreibt. Bisher haben sich die Oscar-Juroren in solchen Situationen sehr empfindlich gezeigt. Die Produzenten von «Tiger and Dragon» sollen schon Ärger bekommen haben, weil sie der Jury eine DVD und eine Videokassette ihres Film eingereicht haben, statt nur ein Format, wie vorgeschrieben.
