Zu guter Letzt: Udo Jürgens‘ gnadenlose Abrechnung mit der digitalen Welt

Udo Jürgens, einst gemütlich über New York, griechischen Wein und Sahne singend, zeigt sich von der gesellschaftskritischen Seite und rechnet in einem neuen Song knallhart mit der digitalen Welt ab.

So haben beispielsweise die Nacktscanner am Flughafen, die Steuersünder-CDs und Facebook nichts zu lachen: «Am Flugplatz wirst du eingescannt, bis hin zum grossen Zeh, und deine Kontodaten gibt es bald schon auf CD, fehlt nur noch, dass bei Facebook deine Leberwerte stehen.» Und auch Bösewicht Google kommt nicht ungeschoren davon: «Die Welt ist eine Google, da bleibt gar nichts mehr geheim, ob Wohnung, Haus, ob Garten, jeder schaut da rein.» Selbst Twitter wird vom Schlager-Star nicht verschont: «Ganz offenherzig twitterst du, gibst alles von dir preis, den grössten Mist, den kleinsten Scheiss.»

Na ja, dass dieses moderne Computer- Dingsbums für einen 76-jährigen Herrn etwas viel ist, ist verständlich. Aber muss man deswegen gleich ein Lied darüber schreiben? Und wenn man es dann trotzdem tut, muss man dann so schlecht reimen, dass es einem beim Lesen/Hören alle Sinnesorgane zusammenzieht? Und warum hat Herr Jürgens eine eigene Facebook-Seite, wenn er Facebook doch so doof findet? Fragen über Fragen, die nur der Künstler himself beantworten kann.

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