Zu guter Letzt: U-Turn bei der Tube
Die Londoner U-Bahn hat eine Kehrtwendung in Sachen Kunstplakatverbot gemacht: Die nackte Venus von Lucas Cranach dem Älteren darf nun doch in der «Tube» hängen.
Die Londoner U-Bahn hat eine Kehrtwendung in Sachen Kunstplakatverbot gemacht: Die nackte Venus von Lucas Cranach dem Älteren darf nun doch in der «Tube» hängen. Die Verkehrsbetriebe hatten dem Ausstellungsplakat ursprünglich das Stoppschild gezeigt (siehe ). Nun folgt die reumütige Umkehr: Das Plakat mit dem Kunstwerk des deutschen Renaissance-Malers hätte nicht verboten werden sollen, sagte ein Sprecher der Londoner Verkehrsbetriebe. Er bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. «Aber es werden Jahr für Jahr abertausend Werbungen geprüft, da können wir nicht immer alles richtig machen», sagte der Sprecher am Samstag. Die Verkehrsbetriebe hatten das Plakat zuvor mit der Begründung verbannt, die nackte Venus mit Halskette und Schleier könnte die Reisenden verstören. Schön, dass der Kunstsinn bei den zuständigen Behörden doch noch die Oberhand gewonnen hat. Vor allem, wenn man bedenkt, in welcher Gesellschaft sich die arme Venus andernfalls befunden hätte: Das letzte Plakat, das die Verkehrsbetriebe verboten hatten, stammte laut Spiegel von einem englischen Sexspielzeugherstellers – darauf wurde für einen Vibrator der Marke «Zügelloses Karnickel» geworben.
