Zu guter Letzt: Trostloses Gezwitscher

Taschentuch bereithalten, Sie müssen nun ganz stark sein: Diese von Ihnen verfassten Tweets interessierten gelinde gesagt kein Schwein.

Twittern macht Spass. Besonders, wenn die verfassten Tweets auf Interesse stossen. Unter den 270 Millionen registrierten Usern ist der Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit entsprechend gross. Egal ob Brüste aus dem Bundeshaus, pointierte Beobachtungen oder News in Windeseile: Was bewegt, wird favorisiert, kommentiert oder weitergeleitet. Der Idealfall. Die Realität sieht jedoch für viele Twitterer häufig anders aus: Tweets, die ohne gross Aufsehen zu erregen in der Versenkung verschwinden. Karteileichen mit 140 Zeichen. So traurig, so trostlos.

Das dachte sich vermutlich auch das Kreativbüro Party NY und entwickelte die Seite Sadtweets.com. Der Dienst führt Ihnen vor Augen, welche Ihrer Tweets besonders wenig Aufmerksamkeit generierten – und unterlegt das digitale Jammertal mit trauriger Musik. Der User muss hierzu lediglich die App autorisieren, die eigenen Tweets zu durchsuchen. Das Ganze ist jedoch nur möglich für den eigenen Account – auf seelisches Aufbauen bei der ebenfalls erfolglosen Konkurrenz muss also verzichtet werden. Aber seien Sie beruhigt: Vor dem weinenden Vogel sind wir alle gleich – und der nächste weltbewegende Tweet kommt bestimmt. Übrigens: Falls Sie der Werbewoche auf Twitter noch nicht folgen: Jetzt wäre ein guter Moment dazu. Und seien Sie beruhigt: Ab und zu twittern wir auch Interessantes. (hae)

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