Zu guter Letzt: Sonntags billig zu haben

Denkt man an die sonntägliche Presselektüre, tauchen Bilder vom gemütlichen Schmökern am reich gedeckten Zmorge-Tisch vor dem inneren Auge auf. Das möchten uns zumindest die Schweizer Verleger weismachen. Ganz anders die Chefdenker beim deutschen Verlag Axel Springer.

 Denkt man an die sonntägliche Presselektüre, tauchen Bilder vom gemütlichen Schmökern am reich gedeckten Zmorge-Tisch vor dem inneren Auge auf. Das möchten uns zumindest die Schweizer Verleger weismachen. Ganz anders die Chefdenker beim deutschen Verlag Axel Springer. Für sie soll der Sonntag vor allem billiger und dünner sein. Nach Informationen von Horizont.net plant der Medienkonzern eine Kompaktausgabe des Boulevardblatts Bild am Sonntag. Grund dafür sind wohl die anhaltend schwachen Verkäufe. Mit der Kompaktausgabe soll zudem das Terrain angesichts der preisgünstigen Konkurrenz wie beispielsweise Hamburger Morgenpost gesichert werden. Als USP für das Blatt liegt aber nahe, nicht mit dem Preis, sondern der Effizienz zu werben: Man könnte frech bei einem helvetischen Sonntagstitel abkupfern und folgenden Claim ins Auge fassen: «Mehr Zeit zum Nicht-Lesen».

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