Zu guter Letzt: Liebe Kinder, wir waren nicht besser

Der Siegeszug moderner Kommunikationstechnologien bei Jugendlichen stellt die Verantwortlichen im Bildungssektor vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Vor allem das Handy, das mittlerweile zu einem ständigen Begleiter der jüngeren Generation geworden ist, entpuppt sich dabei als zunehmendes Problem.

Der Siegeszug moderner Kommunikationstechnologien bei Jugendlichen stellt die Verantwortlichen im Bildungssektor vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Vor allem das Handy, das mittlerweile zu einem ständigen Begleiter der jüngeren Generation geworden ist, entpuppt sich dabei als zunehmendes Problem. Neben der störenden Nutzung im Unterricht wird es nämlich auch immer öfter benutzt, um bei Prüfungen zu schummeln. Laut der amerikanischen Non-Profit-Organisation Common Sense Media missbrauchen inzwischen bereits rund 35 Prozent der Middle- und High-School-Schüler das Mobiltelefon für derartige Zwecke. Als besonders alarmierend wird dabei der Umstand gesehen, dass beinahe ein Viertel der Schulkinder mit diesem Vorgehen keinerlei Probleme zu haben scheint und es nicht bewusst als Betrug empfindet. Da erinnern wir uns doch gern an die guten alten Zeiten zurück, als der Spickzettel tatsächlich noch ein Zettel war – den wir aufs Lineal, auf die Innenseite des Rocks oder sonst wohin geklebt haben. Und, man höre und staune: Auch wir hatten keinerlei Probleme mit diesem Vorgehen, geschweige denn, dass wir es als Betrug angesehen hätten. Also, liebe Kinder von heute: Hört nicht auf uns, wenn wir uns beklagen, dass ihr immer schlimmer, böser und skrupelloser werdet. Wir waren kein bisschen besser. Nur die technischen Möglichen haben sich verändert.

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