Zu guter Letzt: Jung von Platt

Jung von Matt Hamburg hat am Montag anlässlich der eigenen Weihnachtsfeier ein Bild mit Dresscode-Vorschlag für die weiblichen Mitarbeitenden auf Facebook gestellt. Darauf sieht man Brüste und ein bisschen Stoff. Die Community reagierte mit einem Shitstorm.

Das Bild löste eine Sexismus-Debatte aus, wie sie eigentlich zu erwarten war. Von den weiblichen Kommentatorinnen finden den Dresscode-Vorschlag nur wenige lustig. Viele bezeichnen den Post als sexistisch und die meisten finden ihn einfach platt. Die männlichen Fans hingegen wollen vor allem das Bild zurück, welches die Agentur am Dienstagmorgen wieder vom Profil entfernte, oder nutzen die Gelegenheit, um ihrem Ärger über moralisierende Feministinnen Luft zu machen. Einige holen dabei gleich zum Rundumschlag aus gegen Veganer, Homosexuelle und andere Minderheiten, die der Gesellschaft ihre Meinung aufdrücken würden.

Ziemlich einig ist man sich jedoch geschlechtsübergreifend, dass Jung von Matt mit solchen Social Media Aktivitäten nicht das kreative Level der Kundenkampagnen erreicht. Dafür bekommt die Agentur bezüglich virales Marketing Punkte. Denn die Geschichte machte am Dienstag in zahlreichen Onlineportalen die Runde. Die Frage ist dann aber, ob sie die Botschaft transportiert, die Jung von Matt den Kunden oder auch zukünftigen Mitarbeitenden vermitteln will. Als Facebook-Post wird das Bild als spontaner Witz verstanden und damit als authentischer Ausdruck von Humor und Umgangston. (sis)
 

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