Zu guter Letzt: Grenzwächter im Egoshooter-Modus
Europa wandelt sich, die Grenzen fallen. Dies hat zur Folge, dass sich die Aufgaben des Schweizer Grenzwachtkorps in nächster Zeit stark verlagern werden. Jetzt sucht man neue Leute, mit fragwürdigen Werbespots.
Europa wandelt sich, die Grenzen fallen. Dies hat zur Folge, dass sich die Aufgaben des Schweizer Grenzwachtkorps in nächster Zeit stark verlagern werden. Statt im warmen Kabäuschen zu sitzen und Passfotos zu betrachten, werden die Uniformierten demnächst viel mehr Wald- und Wiesenarbeit leisten. Doch für die neuen Aufgaben fehlen die Leute. Wie die Zeitung Sonntag berichtete, werden in der Romandie bereits mit aufwändigen Werbespots neue Leute gesucht. Bald soll im grossen Stil geworben werden. Für nächstes Jahr ist eine nationale Kampagne geplant. Und falls dies nicht fruchtet, überlegt man sich sogar, Bewerber aus dem Ausland zu rekrutieren. Das Interessante ist aber vor allem die Art, mit der in den Spots geworben wird: Verfolgungsjagden im Schnellboot und Auto, spektakuläre Drogenfunde, Schiessereien, Nahkampf, Adrenalinstösse. Dazu kommt treibende, elektronische Musik und eine schnelle Schnitttechnik. Der Betrachter fühlt sich an Actionfilme und Computergames erinnert. Eine fragliche Darstellung.

