Zu guter Letzt: Ein Wort geht um die Welt

Das Wort «phubbing» wurde 2012 im Rahmen einer Kampagne in Australien erfunden und eroberte viral die Welt. Kein Wunder, denn der Ausdruck beschreibt ein weitverbreitetes Problem, für das es bisher keinen Namen gab.

Wir alle kennen das Phänomen, sind Täter und Opfer zugleich: Die asoziale Verwendung von Smartphones. Das Gegenüber wird ignoriert, die ganze Aufmerksamkeit kommt dem intelligenten Telefon zugute. Die Gesellschaft wird immer vernetzter, während der persönliche Face-to-Face Austausch vermehrt auf der Strecke bleibt. Beschäftigt sich jemand lieber mit dem Handy, statt mit dem Gegenüber, ist das zweifelsohne unangenehm. Zur Sprache kommt das Problem jedoch selten. McCann Melbourne glaubte den Grund zu kennen: Es gibt kein Wort dafür. Beziehungsweise: Es gab kein Wort dafür.

Im Mai 2012 trommelte die Agentur ein Team aus Sprach-Fachleuten aller Art zusammen. Die Aufgabe: Ein neues Wort erfinden für besagtes Fehlverhalten. Es resultierte «phubbing». Die virale Verbreitung rund um die Welt funktionierte wunschgemäss, die Initiative «Stop Phubbing» wurde weltweit  von Medien aufgenommen und thematisiert – ganz im Sinne des Auftraggebers Macquarie Dictionary. Denn McCann konnte demonstrieren, wie schnell sich die Sprache verändert…und wie nötig folglich die Anschaffung der sechsten Ausgabe des Wörterbuchs ist. (hae)
 

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