Zu guter Letzt: Die spinnen, die Schilder
Die Werbeform Sign Spinning ist in Amerika seit Jahren etabliert und schwappt nun auch nach Europa über. Die wahren Meister findet man aber weiterhin jenseits des Atlantiks, wie ein neues Video zeigt.
Der Idee, Menschen als lebende Werbeschilder an den Strassenrand zu stellen, haftet der schale Nachgeschmack von Dekadenz und Entwürdigung an. Zumindest in Hollywood-Filmen. Dort bildet dieser Job zusammen mit Burger brutzeln die unterste Stufe der Wertschöpfungskette. Die menschlichen Schilder umgehen das Verbot festinstallierter Werbungen auf Gehsteigen und anderen Plätzen.

Anfang der Nullerjahre hatte die amerikanische Agentur AArrow Advertising die zündende Idee, die Schilderhalter Tricks vorführen zu lassen, statt einfach nur dazustehen: Das Sign Spinning war geboren. Das Resultat ist stark mit Breakdance verwandt. Eine Sportart im Dienste der Werbung. Wie Fussball, nur offizieller.
//www.youtube.com/watch?v=t43BnzX9CfQ
AArow Advertising veranstaltet sogar jährlich die Weltmeisterschaft der Sign Spinner. Mittlerweile hat auch Deutschland mit Signspin eine eigene, auf die Kunst des Schilderdrehens spezialisierte Agentur. Sie preist Signspinning als «spektakulärste Werbeart der Welt» an. Zumindest ist sie günstiger, als beispielsweise einen Österreicher für etwas Aufmerksamkeit aus der Stratosphäre springen zu lassen. Angenehmer Nebeneffekt: Videos von talentierten Spign-Spinnern verbreiten sich auf Youtube kostenlos und inklusive Werbebotschaft. Tausendfach. So geschehen und gesehen wieder in den letzten Tagen. Dieser junge Mann betreibt den Werbespass auf ziemlich hohem Niveau und erhält in den Sozialen Medien die verdiente Aufmerksamkeit. Wäre das vielleicht auch etwas für die Schweiz? (hae)
