Zu guter Letzt: Das Waadtland rührt den Zaubertrank an
Überall, überall auf der Welt weiss man, dass Champagner aus Frankreich kommt. Überall? Fast überall: Ein kleines gallisches, äh welsches Dorf widersetzt sich dem Riesen mit dem Hahn im Wappen unglaublich standhaft.
Überall, überall auf der Welt weiss man, dass Champagner aus Frankreich kommt. Überall? Fast überall: Ein kleines gallisches, äh welsches Dorf widersetzt sich dem Riesen mit dem Hahn im Wappen unglaublich standhaft. Wie es heisst? Champagne selbstverständlich! Das 700-Seelen-Dorf sieht nämlich keinen Grund dafür, seine geschützte Marke «De Champagne Suisse» aufzugeben und verlangt, dass der Bundesrat endlich aktiv wird. Mit einem Postulat und einer parlamentarischen Initiative wollen die Verteidiger der Produkte aus dem Dorf Champagne ihren Druck auf den Bundesrat erhöhen. Ihr Ziel ist, dass ihr Anliegen in die Verhandlungen über ein Agrarfreihandelsabkommen mit der Europäischen Union einfliesst.
Zudem wollen sie das Terrain ebnen für eine Revision des Bundesgesetzes über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben. «Diese Angelegenheit ist nicht nur ein Waadtländer-Problem. Im Gegenteil, sie bedroht alle Homonyme», alle Namensvettern, erklärte FDP-Nationalrätin Isabelle Moret am Dienstag vor den Medien in Bern.
Derweil geben die Produzenten aus Champagne ihren Kampf gegen Frankreich nicht auf. Sie beabsichtigten in keiner Weise, die Marke «De Champagne Suisse» aufzugeben. Frankreich hatte dem Dorf ein entsprechendes Ultimatum bis Montag gestellt – unter Androhung juristischer Schritte. Die Marke wurde im Juni vom Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum registriert: Die Marke «De Champagne Suisse» für Gebäck und alkoholfreie Getränke laufe den bilateralen Verträgen mit der EU und dem Abkommen mit Frankreich über die Herkunftsbezeichnungen nicht zuwider.
Wegen der Bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU mussten die Winzer des Waadtländer Dorfes bereits den Namen «Vin de Champagne» aufgeben und die Etiketten sowie das Werbematerial neu gestalten. Seither kämpfen sie für eine Anerkennung der früheren Bezeichnung. Die Franzosen sollten sich vor dem dicken, runden Dorfbewohner in Acht nehmen, der als kleines Kind in das Weinfass gefallen ist. Sonst stehen sie bald ohne Sandalen da. Und generell gilt: Das Stück ist erst vorbei, wenn Troubadix gesungen hat.
Zudem wollen sie das Terrain ebnen für eine Revision des Bundesgesetzes über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben. «Diese Angelegenheit ist nicht nur ein Waadtländer-Problem. Im Gegenteil, sie bedroht alle Homonyme», alle Namensvettern, erklärte FDP-Nationalrätin Isabelle Moret am Dienstag vor den Medien in Bern.
Derweil geben die Produzenten aus Champagne ihren Kampf gegen Frankreich nicht auf. Sie beabsichtigten in keiner Weise, die Marke «De Champagne Suisse» aufzugeben. Frankreich hatte dem Dorf ein entsprechendes Ultimatum bis Montag gestellt – unter Androhung juristischer Schritte. Die Marke wurde im Juni vom Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum registriert: Die Marke «De Champagne Suisse» für Gebäck und alkoholfreie Getränke laufe den bilateralen Verträgen mit der EU und dem Abkommen mit Frankreich über die Herkunftsbezeichnungen nicht zuwider.
Wegen der Bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU mussten die Winzer des Waadtländer Dorfes bereits den Namen «Vin de Champagne» aufgeben und die Etiketten sowie das Werbematerial neu gestalten. Seither kämpfen sie für eine Anerkennung der früheren Bezeichnung. Die Franzosen sollten sich vor dem dicken, runden Dorfbewohner in Acht nehmen, der als kleines Kind in das Weinfass gefallen ist. Sonst stehen sie bald ohne Sandalen da. Und generell gilt: Das Stück ist erst vorbei, wenn Troubadix gesungen hat.
