Zu guter Letzt: Das trinkbare Buch
Wie man mit Erfindergeist und innovativen Ideen kostengünstig viel bewirkt, zeigt die Agentur DDB New York. Das trinkbare Buch kämpft erfolgreich gegen die Problematik von verschmutzem Trinkwasser an.
3,4 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen verschmutzten Wassers. Das erste grosse Problem: Die meisten Betroffenen sind sich gar nicht bewusst, dass das verunreinigte Wasser der Ursprung allen Übels ist. Wasser ist mehr als die halbe Miete, wenn es ums Überleben geht. Das zweite grosse Problem: Solange man keinen Zugang zu trinkbarem Wasser hat, nützt jede Aufklärung nichts. DDB New York schlägt für die Organisation Water is Life mit dem «trinkbaren Buch» zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Die Agentur greift dabei auf die Entwicklung der Chemikerin Theresa Dankovich zurück: Eine spezielle, günstig herzustellende Papierart, die verschmutztes Wasser so gründlich filtert, dass es danach bedenkenlos getrunken werden kann. 99,9 Prozent der Bakterien bleiben darin hängen, Krankheiten wie Cholera werden nicht übertragen. Bedruckt werden die Seiten mit Erklärungen und Erläuterungen. Die Box des Buches wird mit wenigen Handgriffen zur Filteranlage. Kosten für vier Jahre sauberes Trinkwasser – also Kosten für ein Buch – wenige Rappen. Hilfe zur Selbsthilfe kann so günstig sein. (hae)



