Zu guter Letzt: Das grosse Saufen

Jetzt ist der Handel perfekt: Der Bierkonzern InBev übernimmt den grössten amerikanischen Bierbrauer Anheuser-Busch und überholt damit den bisher umsatzstärksten englischen Konzern SABMiller.

 
Jetzt ist der Handel, der sich bereits seit längerem abzeichnete, perfekt: Der belgisch-brasilianische Bierkonzern InBev übernimmt den grössten amerikanischen Bierbrauer Anheuser-Busch und überholt damit den bisher umsatzstärksten englischen Konzern SABMiller. Zusammenfassend gesagt: Die weltweite Nummer zwei übernimmt die Nummer drei und wird Nummer eins. Im neuen Konzern wimmelt es nur so von Weltmarken wie Budweiser, Bud Light, Stella Artois, Becks, Diebels, Hoegaarden und die Münchner Biere Löwenbräu, Spaten und Franziskaner. Und natürlich überbieten sich die Onlinespalten jetzt ob dieser Konzentration an Bieren mit ausladenden Trinkmetaphern: «2 schluckt 3», «Nummer 1 säuft ab» etc., schliesslich geht’s ja ums Saufen, oder eben um’s Bier, das ja auch getrunken wird. Und insgesamt werden die gebrauchten Superlative und Kraftausdrücke den Dimensionen tatsächlich gerecht: Der Kaufpreis liegt bei zirka 52 Millionen Franken, es ist die grösste Übernahme der Brauereigeschichte, der neue Konzern Anheuser-Busch InBev hält etwa 50 Prozent des amerikanischen Markts und produziert weltweit jedes vierte Bier. Na dann Prost! 

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