Zu guter Letzt: China will virtuelles Geld besteuern

Offenbar mit zwar findigen Steuerbeamten aber nicht gerade mit viel praktischer Erfahrung gesegnet ist die chinesische Steuerbehörde. Sie macht im Reich der Mitte momentan von sich reden, weil sie in Zukunft auch virtuelles Geld besteuern möchte.

Offenbar mit zwar findigen Steuerbeamten aber nicht gerade mit viel praktischer Erfahrung gesegnet ist die chinesische Steuerbehörde. Sie macht im Reich der Mitte momentan von sich reden, weil sie in Zukunft auch virtuelles Geld besteuern möchte. Das schliesst nicht etwa nur Plattformen wie Second Life ein, wo der Linden-Dollar tatsächlich in harte Währung getauscht werden kann, sondern auch Game-Plattformen, wo in Fantasy-Umgebungen mit Goldstücken scharfe Schwerter oder treffsichere Bögen gekauft werden.
Entsprechend gross ist der Aufruhr in der chinesischen Internet-Community. Allein auf dem populären Portal Netease sollen am Tag nach Veröffentlichung der Nachricht über 6000 Kommentare aufgetaucht sein. Als besonders unfair wird die Tatsache empfunden, dass Einzelpersonen zahlen sollen, während die Internetunternehmen von der Regelung ausgeschlossen bleiben.
Hintergrund der etwas ausgefallenen Aktion ist die Tatsache, dass der entsprechende Markt in China in den letzten Jahren um 15 bis 20 Prozent jährlich gewachsen ist, und verdient wurden offenbar Hunderte von Millionen Euro. Das Problem an der Sache ist nur, dass es beinahe unmöglich ist, den virtuellen Handel nachvollziehbar zu machen. Auch den Umrechnungswert festzulegen ist nur sehr schwer möglich. Wenn man sich allerdings vor Augen hält, mit welcher Hartnäckigkeit man in China auch gigantische Probleme löst, dürften bald die ersten virtuellen Yuan in die chinesische Steuerkasse sprudeln.

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