Zu guter Letzt: Auszubildende Peinlichkeiten
Mit peinlichen Rekrutierungsvideos haben sich einige Firmen in die Geschichtsbücher des Fremdschams eingetragen. Scholz & Friends Berlin liefert nun einen eigenen Beitrag zum Thema Azubi-Rap.
Wer kennt sie nicht – die Videos, in welchen Azubis und Abteilungsleiter rappend und singend die Grenzen des Ertragbaren ausloten. Man biedert sich bei den Jungen an, um Nachwuchs zu rekrutieren. Oft enden solche Versuche mit hämischem Gespött der anvisierten Zielgruppe. Beispielsweise schickte BMW vor wenigen Jahren mit dem «Praktikum Rap» jahrzehntelang aufgebaute Reihensechszylinder-Reputation den Bach runter:
http://www.youtube.com/watch?v=VM36TAo6i5o
Die Sparda Bank lieferte den musikalisch wohl schlimmsten Beitrag ab – und erregte damit viel Aufmerksamkeit. Von Kalkül zu sprechen wäre in diesem Fall aber wohl trotzdem vermessen.
Die deutsche Supermarkt-Kette Edeka begeistert ebenfalls durch tiefsinnige Texte – bereits im Intro («Ich muss ehrlich sagen, ich stimm' dir zu!»)
McDonald's investierte zumindest in eine professionelle Produktion – der Peinlichkeit hat's jedoch nicht geschadet.
Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Scholz & Friends hat sich den Azubi-Rap-Kult nun zunutze gemacht und für die Imagekampagne «Das Handwerk» einen Rekrutierungssong kreiert, der sich nicht vor den grossen Vorbildern verstecken muss. (hae)
