Zu guter Letzt: Auf einen Espresso mit Christa

Das neue Sujet des italienischen Kaffeeherstellers Mastro Lorenzo mit Ex-Miss Christa Rigozzi geizt nicht mit Anleihen aus Kunst, TV-Trash und Journalismus. Auch Frank A. Meyer hat Modell gestanden.

Das neue Kampagnensujet des italienischen Kaffeeherstellers Mastro Lorenzo mit Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi geizt nicht mit Anleihen aus Kunst, TV-Trash und Journalismus. Erstmal kaum zu übersehen ist Leonardos Lächeln der Mona Lisa. Christa lächelt nicht richtig, sie schaut aber auch nicht ernst drein. Ganz wie ihr berühmtes Vorbild. Einzig der BH-Träger irritiert ein wenig.
Sodann erinnert der absichtlich gesetzte Fehler im Claim «Ich liebe jedem seiner Stärken» augenblicklich an Verona Feldbuschs «Da werden Sie geholfen», ein äusserst erfolgreicher Werbespruch für Telefondienstleistungen. In Abwandlung dieses Erfolgsmodells scheint es hier die Absicht gewesen zu sein, die «Süsse-Tessinerin-mit-dem-Sprachfehler»-Masche mit multiplem Jöö-Faktor zu lancieren.
Etwas verborgener ist die Hommage an Marc Walders Kolumne «Auf einen Espresso mit Frank A. Meyer» im Magazin des Sonntagsblicks, die ja ihrerseits eine Art Krebsliga-taugliche Version von «Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt» in der Zeit ist. Natürlich mögen Sie sagen, das sei jetzt etwas weit hergeholt. Aber nach: «Auf einen Espresso mit Christa Rigozzi» siehts auf jeden Fall aus.

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