Löschen, löschen, löschen

Inaktive Accounts sollten gelöscht werden. Eine niederländische Kampagne singt es uns nochmals ins Gehör.

heyyou

Seit «Zu guter Letzt» vom 5. Juni 2016 («Big Data Takedown») ist uns die Thematik zumindest nicht mehr neu. Aber man vergisst sie schnell wieder. Dabei wäre das Prinzip einfach: Statt nicht mehr benötigte Profile im Datenhimmel langsam verrotten zu lassen, würde man sie besser kurz löschen. Nicht (nur) aus Datenschutzgründen oder Nächstenliebe gegenüber den Anbietern, welche die Profile grundlos am Leben erhalten müssen. Vor allem verschwenden sie sinnlos Energie. In Zeiten, in denen eigentlich schleunigst Energiesparen angesagt wäre. Der Datenmüll wird weiterhin gehostet und gesichert. Im Einzelfall zu vernachlässigen, in der Menge leider nicht mehr. Ungefähr so wie bei der Demokratie: Die einzelne Stimme bewirkt nichts, aber dennoch enorm viel.

Auch bei Twitter gammeln unzählige Accounts vor sich hin. Studenten der Willem de Kooning Academy Rotterdam haben dazu eine Kampagnen-Idee umgesetzt – auf professionellem Niveau. Unter der Leitung von Creative Director Dagan Cohen und Art Director Mick Jongeling hat die Sängerin Joia Rath einen Song mit inaktiven Twitter-Profilen komponiert. Die Vogel-Leichen gibt es übrigens wirklich und sind im Profil @twittersong verlinkt. Der Hintergrund der Arbeit lässt sich leider nicht ergooglen. Aber vorsichtshalber dennoch unser Urteil: bestanden! (hae)

More articles on the topic