Die Antwort realisiert Kampagne gegen den «Nanny-State»
Die Agentur Die Antwort hat eine politische Kampagne unter dem Titel «Bin kein Baby – gegen den Nanny-State» realisiert. Auftraggeber ist eine branchenübergreifendes Allianz, die sich gegen zunehmende Regulierungen wendet.
Mit dem Kampagnenstart am Freitagmorgen positioniert sich ein Zusammenschluss aus Vertreter:innen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kritisch gegenüber dem, was als wachsende staatliche Bevormundung wahrgenommen wird. Die Antwort verantwortet Konzeption, Umsetzung sowie Mediastrategie und konnte sich im Vorfeld in einem zweistufigen Pitch durchsetzen.
Die Kampagne setzt auf satirische Zuspitzung und visuelle Provokation: In vier Plakatmotiven wird thematisiert, wie alltägliche Gewohnheiten wie Fleischkonsum oder Autofahren potenziell verboten werden könnten. Auch auf das aktuelle Werbeverbot im öffentlichen Raum, das das Zürcher Stadtparlament beschlossen hat, wird verwiesen – ein Vorgang, den die Initianten als Eingriff in die Kommunikationsfreiheit deuten. Die Kampagne versteht sich als kreativer Protest gegen solche Entwicklungen und will laut eigenen Angaben eine gesellschaftliche Debatte über die Grenzen staatlicher Regulierung anregen.
Die visuelle Leitidee knüpft an das Bild eines Staates an, der Bürger:innen wie Kinder behandelt. Die zentrale Aussage, «Nicht denken sollt Ihr, sondern gehorchen auf die Verbote», wird bewusst überspitzt als Stilmittel eingesetzt.
Hinter der Initiative stehen unter anderem die Swiss Retail Federation, der Schweizerische Gewerbeverband, GastroSuisse und das Konsumentenforum. Einzelne Stimmen aus Politik und Wirtschaft – darunter Nationalrätin Daniela Schneeberger und Fleischsommelier Michael Vogt – unterstützen die Kampagne öffentlich. Auf der zugehörigen Landingpage können Bürger:innen Stellung beziehen und eigene Beispiele für als übergriffig empfundene Regelungen einreichen.
Die Antwort zeichnet neben der kreativen Gesamtumsetzung auch für die Mediaplanung verantwortlich. Solange noch erlaubt, wird die Kampagne hauptsächlich über klassische Plakatflächen ausgespielt. Für die Werbebranche positioniert sie sich auch als Statement zur Rolle von Kommunikation im öffentlichen Diskurs.






