Soziale Vernetzung fördert Innovationen in Schweizer Unternehmen

Das Beraterhaus Campana & Schott zeigt in einer Studie, dass Mitarbeitende mit Social-Collaboration-Tools effizienter und innovativer zusammenzuarbeiten. In den meisten Firmen steckt der Einsatz aber noch in den Kinderschuhen.

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Die soziale Vernetzung, auf Neudeutsch Social Collaboration, lässt Mitarbeitende effizienter arbeiten und Herausforderungen besser meistern. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie, welche die Technische Universität Darmstadt zusammen mit der Unternehmensberatung Campana & Schott durchgeführt hat. Teilgenommen haben gut 1000 Angestellte, 10 Prozent davon arbeiten für Schweizer Firmen, der Rest für deutsche. Unter Social Collaboration versteht man allgemein die Zusammenarbeit via Tools, die übers Internet laufen. Teams sind damit gemäss den Studienverfassern im Schnitt innovativer unterwegs und fühlen sich stärker zusammengehörig.

02_Die wichtigsten Ziele beim Einsatz von Social-Collaboration-Tools

«Die meisten Studienteilnehmer nutzen vernetzte Formen der Zusammenarbeit nicht primär, um Kosten zu sparen, sondern in erster Linie, um ihre Unternehmenskultur weiterzuentwickeln und die Digitalisierung ihrer Geschäftstätigkeit voranzutreiben», erläutert Eric Schott, Geschäftsführer von Campana & Schott. Konkret nannten 57 Prozent der Befragten den kulturellen Wandel in ihrem Unternehmen als zentrales Motiv für den Einsatz kollaborativer Technologien. Auf dem zweiten Platz rangiert mit 53 Prozent das Streben nach höherer Innovativität. An dritter Stelle folgt mit 47 Prozent der Wunsch nach Kostensenkung und höherer Arbeitseffizienz.

05_Wird Digitalisierung strategisch angegangen steigen Reifegrad und Effizienz

Motor für Effizienz und Innovation

Die Auswirkung von Social Collaboration auf die Arbeitseffizienz steht laut Mitteilung in Wechselwirkung mit der Unternehmenskultur. So steigert zum Beispiel ein Enterprise Social Network die Arbeitseffizienz umso mehr, je intensiver die Belegschaft das Netzwerk im Arbeitsalltag einsetzt. Je nach Einsatzszenario arbeiten Nutzer um bis zu 42 Prozent effizienter als Nichtnutzer. Ausserdem korreliert die Nutzungsintensität damit, wie innovativ Mitarbeitende sind. «Social Collaboration fördert die netzwerkartige Zusammenarbeit und wirkt positiv auf Innovationskraft, Agilität, Technologieaffinität und Unternehmenskultur», kommentiert Boris Ovcak, Director Social Collaboration DACH bei Campana & Schott und Initiator der Studie.

04_Je intensiver die Nutzung von Enterprise Social Networks desto ho¦êher ist tendenziell die Arbeitseffizienz. In einzelnen Szenarien kann die Arbeitseffizienz um bis zu 41 Prozent gesteigert werden

Ein weiteres Studienergebnis, aus dem sich Schlüsse für Unternehmen ziehen lassen, lautet: Wo Collaboration-Tools aus der Cloud zur Verfügung stehen und intensiv genutzt werden, ist der Effizienzgewinn um bis zu 13 Prozent grösser als bei konventioneller Tool-Bereitstellung.

Schweizer Firmen sind weiter als deutsche

Bislang jedoch bleibt viel Potenzial weitgehend ungenutzt. Auf einer Skala von Null bis Drei beläuft sich der durchschnittliche Social-Collaboration-Reifegrad unter den Befragten auf 1,14. Die Null steht dabei für konventionelle Formen der Kooperation, während die Drei den durchgängigen Einsatz fortgeschrittener Collaboration-Lösungen anzeigt. In den meisten Firmen scheint also bei dem Thema noch Luft nach oben zu sein.

03_Es besteht Nachholbedarf bei der Suche nach Experten und dem Austausch in Interessengruppen

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Studie erstmals durchgeführt wurde, hat sich der durchschnittliche Reifegrad nur geringfügig verändert: In der Untergruppe der Unternehmen, die bereits 2016 an der Studie teilnahmen, stieg er um vier Prozent an. Bei einem länderspezifischen Vergleich weisen dabei Teilnehmende aus der Schweiz – mit einem Durchschnittswert von 1,21 – einen leicht höheren Reifegrad auf als Teilnehmende aus Deutschland. (aks/pd)

Über die Studie

Das Management- und Technologieberatungshaus Campana & Schott will mit der Social-Collaboration-Studie die Entwicklung digital vernetzter Zusammenarbeit in Unternehmen aufzeigen. Angelegt ist die Studie über mehrere Jahre. An der diesjährigen Erhebung beteiligten sich 1005 Mitarbeitende grosser und mittelständischer Unternehmen unterschiedlicher Branchen, wobei 10 Prozent für Schweizer Unternehmen arbeiten. Die dritte Erhebungswelle ist für Ende 2017 beziehungsweise Anfang 2018 geplant.

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