Schweizer Arbeitskräfte zögern bei KI-Nutzung: Slack-Studie zeigt Chancen und Hürden
Laut dem Slack Workforce Index setzen fast die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmenden Künstliche Intelligenz ein, doch viele tun dies heimlich. Unsicherheit und fehlende Schulungen behindern die Akzeptanz, obwohl KI das Potenzial hat, Arbeitsprozesse zu transformieren.

Bildungslücke und Akzeptanzprobleme
Die Studie zeigt eine klare Diskrepanz zwischen der Bedeutung von KI und der mangelnden Schulung durch Arbeitgeber. So haben 50 Prozent der Schweizer Arbeitnehmenden weniger als fünf Stunden damit verbracht, den Umgang mit KI zu erlernen. Weltweit fehlt einem Drittel jegliche Anleitung zur Nutzung. Dabei ist Schulung entscheidend: Arbeitnehmende mit KI-Training zeigen eine um 13 Prozentpunkte höhere Nutzungsrate.
Potenziale und Erwartungen
Trotz der Unsicherheiten erkennen Schweizer Arbeitnehmende das Potenzial von KI. Achtzig Prozent wollen KI-Experten werden, und 81 Prozent geben an, dass die Fähigkeit eines Arbeitgebers, KI-Tools bereitzustellen, ein wichtiger Faktor bei der Stellensuche ist. Die Mitarbeitenden erwarten von der durch KI gewonnenen Zeit vor allem Entlastung bei administrativen Aufgaben und mehr Fokus auf Kompetenzerwerb und laufende Projekte. Führungskräfte hingegen priorisieren Weiterbildung und Innovation.
Führungsperspektive
Christina Janzer, SVP of Research and Analytics bei Slack, betont: «Führungskräfte müssen nicht nur die Einführung von KI-Agenten vorantreiben, sondern auch klare Richtlinien und Schulungen etablieren. Nur so können sie Unsicherheiten abbauen und das volle Potenzial der Technologie ausschöpfen.»
Methodik und Hintergrund
Die Umfrage wurde unter 509 Schweizer Arbeitnehmenden und weltweit mehr als 17’000 Befragten durchgeführt. Ziel war es, die Akzeptanz und Nutzung von KI zu analysieren. Slack, eine Produktivitätsplattform von Salesforce, unterstützt Unternehmen mit Tools, die Zusammenarbeit und Automatisierung fördern.

