Riddle Marketing Report 2025: Interaktive Formate steigern Engagement um 300 Prozent

Die durchschnittliche Verweildauer auf statischen Webseiten liegt bei nur 56 Sekunden. Der neue Marketing Report 2025 von Riddle zeigt: Interaktive Formate steigern die Engagement-Zeit auf 169 Sekunden – dreimal so lang. Grundlage sind 3,13 Milliarden beantwortete Fragen, die insgesamt 32,8 Millionen Stunden Aufmerksamkeit generierten.

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Quelle: zvg

Riddle, Marktführer für interaktive Content-Formate im Medienumfeld, veröffentlicht seinen Marketing Report 2025 und weist auf die schwindende Aufmerksamkeit im Netz hin. Die durchschnittliche Verweildauer auf einer statischen Webseite liegt bei nur 56 Sekunden. Für Marketing-Teams, für die Aufmerksamkeit die Währung für Werbung, Daten und Abonnements ist, stellt diese Zahl ein deutliches Warnsignal dar.

Die Analyse zeigt: Content scheitert heute selten am Thema. Er scheitert daran, dass er nichts vom Nutzer verlangt. Passiver Content funktioniert immer seltener, obwohl digitale Inhalte jahrelang genau dafür gebaut wurden. Lesen, scrollen, klicken und weiterziehen. Die Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer haben sich verändert. Plattformen wie Tiktok, Games oder interaktive Apps haben den Massstab verschoben. Die Nutzer wollen reagieren, mitmachen, aktiv teilnehmen.

Formatwechsel bringt dreifache Verweildauer

«Das alte Modell ‹möglichst viel tracken und hoffen, dass es funktioniert› trägt nicht mehr», sagt Boris Pfeiffer, Gründer und CEO von Riddle. «Die eigentliche Überraschung zeigt sich, wenn nicht der Inhalt, sondern das Format verändert wird.»

Derselbe Content als interaktives Quiz steigert die durchschnittliche Verweildauer auf 169 Sekunden – dreimal so viel Engagement im Vergleich zu statischen Webseiten. Grundlage der Riddle-Analyse sind 3,13 Milliarden beantwortete Quiz-, Umfrage- und andere Frageformate, die auf Basis aller analysierten Kampagnen insgesamt 32,8 Millionen Stunden Aufmerksamkeit oder 3.771 Jahre aktiver Nutzerinteraktion generierten.

Zero-Party-Data wird zur Notwendigkeit

Gleichzeitig wächst der Druck auf Publisher: Third-Party-Cookies verschwinden, die DSGVO wird strenger durchgesetzt, Tracking wird immer öfter abgelehnt. Verweildauer und Datenqualität sinken. Wenn Nutzer nicht mehr im Hintergrund verfolgt werden können, bleibt nur eines – sie müssen gefragt werden. Genau hier setzt Zero-Party-Data an: Daten, die bewusst und freiwillig geteilt werden, weil Nutzer einen echten Mehrwert erhalten.

Interaktive Quiz-Formate gehören zu den wenigen digitalen Tools, bei denen dieser Austausch funktioniert. Nutzer machen mit, weil sie ein Ergebnis wollen. Publisher erhalten Daten, weil Nutzer sie aktiv angeben – und bleiben dabei vollständig DSGVO-konform.

Publisher stehen vor einem Zielkonflikt: Sie müssen längere Verweildauern erreichen, Datenschutz einhalten, bessere Nutzerdaten liefern, Vertrauen erhalten und gleichzeitig Monetarisierung sichern. Viele Formate setzen nur an einem dieser Punkte an und vernachlässigen andere – mit schlechter Performance als Folge. Interaktive Formate zeigen laut Riddle Report, was möglich ist, wenn sich die Dynamik verändert: Nutzer bleiben dreimal so lange, teilen freiwillig Informationen und stärken so die Beziehung zwischen Publishern und Publikum. Engagement steigt automatisch, weil Nutzer nicht nur konsumieren, sondern aktiv teilnehmen.

Die Zahlen sprechen für sich: 56 Sekunden passives Scrollen versus 169 Sekunden aktiver Teilnahme. Wer den Formatwandel mitgeht, löst viele Zielkonflikte auf. Verweildauer, Datenqualität, Datenschutz und Vertrauen verstärken sich gegenseitig. Interaktive Formate schaffen so nicht nur mehr Aufmerksamkeit, sondern stärken auch die Beziehung zur Nutzerschaft.

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