Generation Z bevorzugt Textnachrichten statt Telefonate

Eine aktuelle Studie von Marketagent Schweiz zeigt deutliche Unterschiede im Kommunikationsverhalten zwischen den Generationen. Während 8 von 10 Schweizer:innen Text- und Sprachnachrichten gegenüber Telefonaten bevorzugen, ist der Trend bei der jüngeren Generation besonders ausgeprägt. Die Generation Z greift zweieinhalb Mal häufiger zum Smartphone als die Babyboomer.

Kommunikationsverhalten in der Schweiz
Die Schweizer:innen bevorzugen Textnachrichten gegenüber Telefonaten (Bild: zvg)

Das Smartphone ist aus dem Alltag der Schweizer:innen nicht mehr wegzudenken. Doch während das Gerät häufig in der Hand gehalten wird, entfernt es sich zunehmend von seinem ursprünglichen Zweck – dem Telefonieren. Eine aktuelle Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent Schweiz zeigt: 79,7 Prozent der Befragten bevorzugen Text- und Sprachnachrichten gegenüber klassischen Telefonaten.

Die Vorliebe für schriftliche Kommunikation ist besonders bei der Generation Z ausgeprägt. Sie überprüft ihr Smartphone im Durchschnitt 23,6 Mal täglich auf neue Nachrichten – zweieinhalb Mal so häufig wie die Babyboomer mit durchschnittlich 9,4 Mal. Auch bei der morgendlichen Smartphone-Nutzung zeigen sich deutliche Unterschiede: Während die Generation Z bereits nach durchschnittlich 12,4 Minuten nach dem Aufwachen zum Smartphone greift, warten Babyboomer im Schnitt 32,2 Minuten.

«Die Schweizerinnen und Schweizer haben das Natel zwar häufig in der Hand, aber nur selten am Ohr. Von seinem ursprünglichen Daseinszweck, dem Telefonieren, entfernt es sich immer mehr», fasst Roland Zeindler, Geschäftsführer der Marketagent Schweiz AG, die Entwicklung zusammen.

Bei der Wahl der Kommunikationskanäle spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Die wichtigsten Vorteile von Textnachrichten sind laut Studie die zeitliche Flexibilität (60,8 Prozent) und die Möglichkeit, Fotos, Videos und Links zu teilen (57,7 Prozent). Telefonate werden hingegen vor allem für wichtige oder vertrauliche Themen bevorzugt – hier geben 76,4 Prozent der Befragten an, zum Hörer zu greifen.

Auch bei der Telefon-Etikette zeigen sich generationenübergreifende Gemeinsamkeiten: 82,2 Prozent der Befragten finden, dass die Lautsprecherfunktion in der Öffentlichkeit ein No-Go ist. Diese Ansicht teilen sowohl die Babyboomer (89,9 Prozent) als auch die Generation Z (70,5 Prozent).

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