Wenn Werbung zum unfreiwilligen Lacher wird
1. Panasonic: Wenn Sex nicht sells!

In den 90er Jahren setzte Panasonic dazu an, den PC-Markt zu erobern. Der Cartoon-Charakter Woody Woodpecker sollte dem japanischen Konzern dabei behilflich sein. So erhielt das Touchscreen-Gerät den Namen „The Woody“. Nicht bedacht hatte Panasonic dabei jedoch, dass „The Woody“ frei übersetzt im Englischen der Stamm bedeutet und eindeutig sexuell assoziiert wird. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein: Panasonic setzte der missglückten Übersetzung die Krone auf, indem es den Slogan „Touch Woody“ (Berühre den Stamm) ins Rennen warf.
2. KFC: Aufruf zum Genuss der eigenen Finger

Was in den USA funktioniert, sollte doch eigentlich auch in Asien klappen – so dachten offenbar die Marketing-Verantwortlichen der Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken, als sie diesen Markt in den 80er Jahren erschliessen wollte. Dafür wurde der prägnante Slogan „It’s finger lickin’ good!“ ins Chinesische übersetzt. Bei der Übersetzung ging jedoch etwas schief, sodass KFC mit „Iss deine Finger auf!“ für sich warb. Die Chinesen scheinen dem Unternehmen diesen Fehler allerdings verziehen zu haben, denn das Unternehmen führt dort heute mehr als 4.000 Restaurants.
3. Braniff: Sind Nudisten die Zielgruppe der Fluggesellschaft?

Die Flugggesellschaft Braniff wollte die Menschen auf sich aufmerksam machen, indem sie für ihre luxuriösen Ledersitze warb. Während „Fly in leather“ in Amerika anspruchsvollen Flugreisenden imponieren dürfte, kam der ins Spanische übersetzte Slogan „Vuela en Cuero“ insbesondere in Mexiko gar nicht gut an. Schließlich ist dieser kaum von „Vuela en Cueros“ zu unterscheiden, was „Fliegen Sie nackt“ bedeutet.
4. Pampers: Die Kriminalisierung des Storches

Hierzulande gibt es wohl kaum jemanden, der nicht weiß, dass der Storch die Babys bringt. Dies hat sich der Windelhersteller zunutze gemacht und mit dem Stelzvogel für sich geworben. Unvoreingenommen hat Pampers dieses Bild dann auch in Japan für die Werbung eingesetzt, erlebte damit jedoch eine Bruchlandung, da es den Japanern nicht geläufig war. So sorgte der Storch eher für Verwirrung und Misstrauen, da die Menschen missverstanden, dass der Vogel ihnen ihre Kinder wegnähme.
5. Mitsubishi: Von der Raumkatze zur Selbstbefriedigung

Der japanische Autobauer hat seinem Geländewagen den Namen Pajero verliehen, um seine Eigenschaften mit denen der gleichnamigen südamerikanischen Raubkatze gleichzusetzen – geschmeidig und anmutig bewegt er sich auch in unwegsamem Gelände. Allerdings hat man bei aller Euphorie vergessen, dass beispielsweise in Chile und Argentinien „el pajero“ „Wichser“ bedeutet.
Wenn Wortspiele funktionieren:
https://www.youtube.com/watch?v=NkAQLw5w1U4
