«Mobile first – Interesse second…»
ANNUAL APP DAY Am 30. April trafen sich gut 150 Mobil-Interessierte zur ersten schweizerischen Durchführung des Überall App-Congress, der 2013 in Wien gestartet wurde. Christoph Oggenfuss* schildert seine Eindrücke von dem Event.

Tim Messerschmidt von Paypal/Braintree am App-Day in Zürich in action.Swiss Mobile Association – smama – beabsichtigt mit diesem Jahreskongress die schweizerische Mobil-Szene zu dynamisieren. Das ist gemäss dem smama- Geschäftsführer Fritz Reust auch dringend notwendig. Das Interesse der Mobile-Community an diesem ersten Anlass hielt sich in Grenzen.Die Referenten und Inhalte waren zwar etwas Potpourri-mässig aufgereiht, waren aber dennoch immer wieder mit relevanten Aussagen bestückt. So hat z.B. Tim Messerschmitt erklärt, dass IoT (Internet of things) und Mobile nicht im Wettbewerb stehen, sondern dass IoT vielfältige Leverage-Möglichkeiten für Mobile-Anwendungen liefern kann. Das angekündigte Thema Gamification mutete etwas verstaubt an – der Speaker Wolfgang Rathert verstand es aber, die Relevanz von Gamification im Kontext der Experience-Economy zu veranschaulichen. Ein zentraler Punkt war, dass Gamification nicht auf flüchtigen «fun» reduziert werden darf, sondern vielmehr eine Kunden-Involvierungs-Journey verlangt, damit auch nachhaltige Wirkung erzielt werden kann. Dabei sind intrinsische Motivatoren wie Beziehungen, Unabhängigkeit, Beherrschung («Mastery»), Sinn deutlich wichtigere Designkriterien als extrinsische Faktoren. Am Schluss des Tages zündete Dietmar Damen sein brilliantes Stimulierungs-Feuerwerk. Er ist derzeit in Europa sicher einer der brilliantesten Speaker zum Thema Digitalisierung und Innovation.Das Thema Mobile verdient es, dass dieser App-Day im nächsten Jahr wiederholt wird. Dabei sollten die Organisatoren jedoch der Programm-Qualität mehr Beachtung schenken und zwar bezüglich thematisch logischem Aufbau und der Qualität der einzelnen Beiträge. Die Frage stellt sich auch, ob es für eine Tagesveranstaltung so viele Speaker braucht. Zudem war dieses Jahr die fehlende akustische Raumtrennung zwischen Plenum und Aussteller-Bereich sehr störend. Warum die angekündigte «Get together Party» kommentarlos wegfiel war für die Teilnehmenden nicht erkennbar – freuen wir uns auf das nächste Jahr!
