Gute Idee, schlechtes Image: Das denken Internetuser über Onlinewerbung

Für Internetuser ist Online-Werbung ein zweischneidiges Schwert: Nahezu jeder Zweite betont, dass digitale Anzeigenformate das Shopping-Erlebnis bereichern können. Dennoch empfinden 84 Prozent Online-Werbung oft als störend. Die Marketingmaßnahmen sind also eine gute Idee mit schlechtem Image, wie eine Erhebung von Rakuten Marketing zeigt. Was sich Konsumenten von Werbern und Websitebetreibern wünschen, hat Rakuten Marketing gemeinsam mit Qualtrics im dritten Teil der Studienreihe „Save the Web“ erhoben. Dazu wurden 2.500 Verbraucher weltweit im April 2017 befragt.Was sind die wichtigsten Punkte, die die Online-Werbebranche ändern muss? Aus Sicht der User ist es vor allem die Frequenz der Werbung: Jeder Zweite wünscht sich besser dosierte Werbeansprachen. Ob die Anzeigen nun stärker oder weniger stark auf die Nutzerbedürfnisse hin individualisiert werden sollen, daran scheiden sich die Geister: Während ein Fünftel der Verbraucher mehr Personalisierung wünscht, fordert ein Sechstel weniger.Die Top-3-Wünsche der Konsumenten1. Seltenere Werbeansprache (48 Prozent)2. Besser auf meine Likes und Interessen zugeschnittene Werbung (19 Prozent)3. Weniger auf meine Likes und Interessen zugeschnittene Werbung (14 Prozent)Stefan Bernauer, Director DACH bei Rakuten Marketing, wirbt für ein Umdenken der Branche im Sinne der Endverbraucher: „User äußern ganz klare Wünsche an die Werbebranche. Sie sind offen für ein besseres Werbeerlebnis, das ihnen weiterhilft, die User Experience nicht stört und inspiriert. Wenn Advertiser und Publisher hier an einem Strang ziehen, können sie nicht nur Online-Werbung nutzerfreundlich gestalten, sondern auch noch die Finanzierung wertvoller Inhalte langfristig sichern. Letzten Endes geht es um die Rettung des Web, wie wir es kennen.“Influencer Marketing: Positivbeispiel mit PotenzialEin Paradebeispiel für Werbung mit einem guten Image ist trotz kleiner Skandale in der Marketing-Szene das Influencer Marketing. 34 Prozent der deutschen User folgen Influencern, acht von zehn vertrauen ihnen auch bei Produktempfehlungen und kaufen oder informieren sich gelegentlich über die von Influencern gezeigten Produkte. Besonders wichtig finden sie, dass ihre Idole offen mit bezahlten Kooperationen umgehen – drei Viertel fordern eine solche Kennzeichnung. Sind die Produktempfehlungen als gesponserte Inhalte gekennzeichnet, vertrauen 41 Prozent den Influencern noch immer und sind offen dafür, ein Produkt zu kaufen.Über die StudienreiheDie vorliegenden Studienergebnisse sind Teil der Studienreihe „Save the Web“, die Rakuten Marketing im April 2017 gemeinsam mit Qualtrics durchführte. In der computergestützten Umfrage wurden weltweit 2.500 Verbraucher, davon 519 in Deutschland (im Alter von 18 bis 54 Jahren), zu ihrer Meinung, ihrem Interaktionsverhalten und Ihren Wünschen an Online-Werbung befragt.
