Eine smarte App als Herz und Intelligenz eines Zuhauses

Mit der App «SARAH» lassen sich verschiedene Geräte in einem Haus bedienen.Wenn es darum geht, welche Technologien unsere Zukunft am meisten prägen werden, fällt häufig der Begriff «Internet of Things». Damit ist gemeint, dass der Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch «intelligente Gegenstände» ersetzt wird, die via IP-Netz vernetzt sind. In unserem MK-Meinungsbild sehen 61,9 Prozent das «Internet of Things» als mobile Technologie, die in Zukunft am meisten Bedeutung gewinnen wird (siehe Seite 7).Spezialkategorie zum Thema «Internet of Things»Der Award «Best of Swiss Apps» griff diesen Trend auf und stand 2016 unter dem Motto «Internet of Things». Damit wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass 2016 zum Jahr der Erfüllung der grossen «Internet of Things»-Versprechen wird. Ob im Haushalt, in Fahrzeugen, in der Unterhaltungselektronik oder der Arbeitswelt: Nach und nach werden Objekte und Werkzeuge digital ansprechund auswertbar.In einer Spezialkategorie «Internet of Things» wurden die besten dieser App-Projekte gesucht. Bewertet wurde das Zusammenspiel zwischen Strichcode, RFID (Radio-Frequency Identification), Sensoren und Apps. Schliesslich wurde die App «SARAH» der Hubware AG mit Gold ausgezeichnet, die in Zusammenarbeit mit Apps with love umgesetzt wurde.Über 7000 Stunden Arbeit für die App-Entwicklung«SARAH» steht für «Smart Home Gesamtsystem». Das All-in-one- System übernimmt die Bedienung einer Vielzahl von alltäglichen Geräten in einem Haus. Die App lässt sich über ein Tablet bedienen oder auch unterwegs per Smartphone. «Bei der Idee, sein eigenes Haus mit einer App zu steuern, kommt man schnell zur Erkenntnis, dass der User nicht zehn verschiedene Apps, sondern nur eine sehr umfangreiche Applikation nutzen möchte», sagt Michael Schranz von Apps with love. Zusammen mit Hubware startete man im Spätherbst 2015 mit der Entwicklung der App. Um ein vollumfängliches Smart Home System auf die Beine zu stellen, wurden über 7000 Stunden investiert. «Dies war nur mit einem sehr guten Design- und Entwicklungsteam sowie einer guten Kommunikationskultur möglich», so Schranz.Vordefinierte Stimmungen und AutomationenEntstanden ist eine App, die sowohl Herz und Intelligenz eines Zuhauses ist. Mittels eines Dashboards erhält der Nutzer Zugang zu allen wichtigen Infos und Aktivitäten zum Haus. Es gibt eine Raumübersicht, einen Floorplan, selbst definierbare Stimmungen, Automationen und Services wie zum Beispiel Energiemanagement, Wetterdienste und Gegensprechanlage. Das Spezielle an der App ist die Möglichkeit, mit nur einem Knopfdruck mehrere Geräteeinstellungen zu verändern und somit eine vordefinierte Stimmung zu erhalten. Dies kann zum Beispiel die Stimmung «Aufstehen» sein. Hier würde das Licht langsam aufhellen, leise Musik gestartet, allenfalls die Jalousien geöffnet, die Kaffeemaschine aufgewärmt und im Bad das Licht eingeschaltet. Zudem können verschiedene «Automationen» eingerichtet werden. Beispielsweise kann das Dachfenster automatisch geschlossen werden, falls es regnet.Die App wird laufend weiterentwickelt und optimiertMichael Schranz hat sich sehr über die Auszeichnungen am Award «Best of Swiss Apps» gefreut. Neben Gold für die App «SARAH» gewann Apps with love auch Silber für die App «Find-Me». Die im Auftrag der Mobiliar entwickelte App hilft bei der Suche nach verlorenen Gegenständen. «Für uns bedeutet Gold und Silber in der Jahreskategorie IoT, dass unsere Bestrebungen, den Menschen das Leben zu vereinfachen, Früchte tragen und wir unsere Kompetenzen im Bereich der ‹Internet der Dinge› 2016 erfolgreich eingesetzt haben.» «SARAH» wird laufend weiterentwickelt und optimiert. Für Nachfolgeversionen ist bereits geplant, dass der Benutzer auf zahlreiche Drittanbieter-Services zugreifen kann. Das können zum Beispiel News-Abos der NZZ, Reinigungsdienste, Wetterdienste oder Überwachungsdienste sein. «Die Vision ist es, irgendwann diese Plattform auch für externe Entwickler zu öffnen», so Schranz.
