D:Pulse 2018: Treffpunkt der Marketing-Visionäre

Es mag mitunter wie ein Mantra klingen, das man beinahe gedankenlos wiederholt. Aber es stimmt nun einmal: Dem digitalen Marketing gehört nicht nur die Zukunft, sondern bereits ein grosser Teil der Gegenwart. Firmen und Agenturen sind sowohl in Aufbruchs- als auch in Goldgräberstimmung. Es gibt viel zu versuchen, viel zu riskieren und – im Idealfall – viel zu gewinnen. Das wurde auch bei der zweiten Auflage der Fachtagung D:Pulse deutlich, die am 1. Februar in der Halle 622 in Oerlikon stattfand.

Get-Together der Branche

Initiiert und durchgeführt vom Interactive Advertising Bureau (IAB) ist die D:Pulse gleichsam ein Ort zum Netzwerken, eine Startup-Messe und ein Platz, an dem internationale Persönlichkeiten aus dem digitalen Marketing über ihre Visionen für die Zukunft sprechen.Den Anfang machte Gregory Galant, Digital-Entrepreneur und CEO der «Shorty Awards». Jedes Jahr lassen Galant und sein Team die Social Media-User über die besten Clips, Tweets und Präsentationen im Internet abstimmen. Der Tipp des Referenten an Schweizer Firmen: Mut zu Kampagnen, die für einen kreativen Unterbruch des Nutzererlebnisses auf sozialen Netzwerken sorgen. Wer dauerhaft im Gedächtnis bleiben wolle, der müsse mutig sein.DSC_8858

Wie bringt man Konzerne «up-to-date»?

Einer der nächsten Redner, Nestlés Global Head of Digital Marketing Pete Blackshaw, legte den Fokus auf die digitale Transformation von Grossunternehmen.Egal wie viele Mitarbeiter und Produktlinien man habe – man müsse jeden Kundenkontakt ernst nehmen, gerade wenn er öffentlich (beispielsweise via Twitter) erfolgt. Sonst könne sich eine fatale Dynamik einstellen, die rasch negative Publicity generiert. Nestlés Manager schickt Pete Blackshaw deswegen in spezielle Digital Camps, wo sie in Workshops das auf Online ausgerichtete Denken lernen.DSC_8873

Live Streaming als Marketing Tool

Spannend auch der Input von Burkhard Leimbrock, Commercial Director Europe bei Twitch. Das Unternehmen hat einen Live Streaming-Dienst entwickelt, bei dem Menschen einander unter anderem beim E-Gaming zusehen können.Unterschied zu Youtube: Direkte Interaktion via Chat und kleinere Spenden an die Streamer sind möglich, vom Erlös aus letzteren erhält Twitch einen Anteil. Immer mehr Unternehmen, so Burkhard Leimbrock, würden ihre Werbung direkt in die Streams einspeisen – und dafür sowohl an die Streamer als auch an Twitch eine Gebühr entrichten.DSC_8896

Startup-Geist und entspannte Gespräche

Obwohl die Location in der Halle 622 noch hätte verbessert werden können – es gab zu wenige Sitzgelegenheiten und etliche Besucher bemängelten das vor allem am Mittag spartanische Catering – herrschte auch an den kleinen Messeständen nahe der Center Stage eine inspirierende Atmosphäre.Zahlreiche Gründer aus dem Bereich Digital waren gekommen, um ihre Produkte vorzustellen, Beziehungen zu knüpfen und Deals anzubahnen. Ergänzt wurden sie durch etablierte Agenturen und Medienunternehmen, die mit Vertretern vor Ort waren.Fazit: Ein gelungener Tag für das Digital Marketing in der Schweiz, mit etwas Luft nach oben bei der praktischen Ausführung. Die Besucher werden gerne wiederkommen.Während der D:Pulse wurde auch der Digital Marketing Award 2018 verliehen. Den Artikel dazu finden Sie hier.

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