Apotheken-Netzwerk Galenica fühlt mit Zeam GenZ-Puls

In einer Ära, in der digitale Transformation nicht nur technische Aspekte, sondern auch Zusammenarbeitsmodelle umfasst, hat das Apotheken-Netzwerk Galenica mit besonderem Fokus auf kommende Kunden- und Mitarbeiter-Generationen die Newcomer-Agentur Zeam ins Boot geholt. Werbewoche berichtet exklusiv mit Video.

Pascale Wahl, Jo Dietrich, Mo Tongmool, Belinda Weibel und Stephan Mignot gewähren spannende Einblicke in die wegweisende Partnerschaft zwischen dem wachsenden Apotheken-Netzwerk und der aufstrebenden GenZ-Agentur Zeam. Gemeinsam wenden sie innovative Konzepte an, um die Lücke zwischen Geschäft und Technologie zu überbrücken und die Erwartungen der Generation Z zu verstehen. Von agilen Arbeitsmethoden bis zur entscheidenden Rolle der Kommunikation – der Beitrag beleuchtet, wie diese Kooperation die Grundlage für eine vielversprechende Zukunft legen soll.

Die Bedeutung, jungen Menschen zuzuhören und mit ihnen in Dialog zu treten, steht am Anfang aller Bemühungen. Stattdessen wird noch allzu oft nur über sie gesprochen. Um einen Blick in die Zukunft zu werfen, hilft es, die Verhaltensweisen und Entwicklungen junger Menschen zu betrachten. Sie dienen als Wegweiser für die eigene Weiterentwicklung. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt des Auftaktreferats von Zeam-Co-Founder Jo Dietrich.

Pascale Wahl, Head of Business Architecture & B2C Value Stream Manager erklärt, dass Galenica vor zwei Jahren beschlossen hat, die Arbeitsabläufe zu ändern und die Arbeitsweise grundlegend zu transformieren. Dies wurde durch die Einführung von Scrum (SAFe), einem agilen Framework zur Produktentwicklung, realisiert. Agile Produktteams, bestehend aus 160 Mitarbeitenden aus verschiedenen Geschäftsbereichen und Technologieexperten, die sich alle zehn Wochen für zwei Tage versammeln, entwickeln agil digitale Produkte. Die Kommunikation innerhalb dieser Teams und zwischen den Abteilungen ist dabei von entscheidender Bedeutung, sagt Wahl. Denn Transparenz reduziere Frustration, die früher aufgrund mangelnder Einblicke in die Aktivitäten anderer Teams entstand.

Zeam begleitetet die Scrum-Teams erstmals und ist damit in die Entwicklung neuer Themen eingebunden, die für die zukünftige Ausrichtung von Galenica von Bedeutung sind. Dabei werden aufmerksam Informationen gesammelt, Fragen gestellt und Erkenntnisse gewonnen. In Verbindung mit den Resultaten von repräsentativen Studien, die mit dem Marktforschungsunternehmen LINK regelmässig durchgeführt werden sowie der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, soll ZEAM konkrete Handlungsimpulse für die Geschäftsleitung liefern.

Die Generation Z wurde gemäss Wahl für Talentgewinnung und Employer Branding sowie für die Gestaltung der künftigen Kundenbasis ins Visier genommen. Die Wahl von Zeam als Partner wurde aufgrund ihrer Herangehensweise, Flexibilität und Spontanität getroffen, die gut zu den Bedürfnissen von Galenica passen.

Obwohl Zeam als Agentur bekannt ist, die insbesondere für die Generation Z tätig ist und erfolgreiche Kampagnen, vor allem auf Plattformen wie TikTok, Snapchat und Instagram durchführt, geht ihre Arbeit über taktisches Marketing hinaus. Seit der Gründung sind HR-Themen und strategische Überlegungen genauso wichtig wie Marketingfragen. Häufig agiert Zeam als kritischer Sparringspartner, wenn Unternehmen Produkte oder Initiativen entwickeln, die sich an eine junge Zielgruppe richten. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Feedback eingeholt wird, bevor beträchtliche Mittel investiert werden und die Bedürfnisse der Zielgruppe möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Die Vorgehensweise von Zeam beruht auf umfangreichen Datenanalysen, insbesondere in Zusammenarbeit mit ihrem Hauptpartner Link. Gleichzeitig handelt die Agentur jedoch auch wie herkömmliche Beratungsunternehmen, die aufgrund ihrer Branchenerfahrung Benchmarks und bewährte Praktiken identifizieren können. Mit vier Jahren Erfahrung, die ausschliesslich der jungen Zielgruppe gewidmet sind, kann sie so fundierte Einblicke bieten.

Mo Tongmool, Leiter für Produktentwicklung und Geschäftsentwicklung bei Zeam im Gespräch mit Galenica-Führungskraft.

Bei der Diskussion über die besonderen Herausforderungen betont Mo Tongmool, Leiter für Produktentwicklung und Geschäftsentwicklung bei Zeam, die gleichzeitige Natur mehrerer Aspekte in diesem Projekt. Es verknüpft Beratung und Kreativität, was dem Vorhaben Komplexität verleiht. Die Balance zwischen Informationsaufnahme, Strategieformulierung und Inhaltsabstimmung stellt eine Herausforderung dar.

Tongmool, der auch für die GfM seine Gen-Z-Expertise für die C-Level Marketing-Community einbringt, erläutert im Gespräch die Skalierbarkeit von Zeams kombiniertem Beratungs- und Kreativitätsmodell für andere Kunden und Branchen. Das Modell ist äusserst anpassungsfähig und stützt sich auf wissenschaftlich fundierte Studien zur Generation Z, die branchenübergreifend relevant sind. Das Love-Job-Modell etwa, das von Zeam entwickelt wurde, ermöglicht es Unternehmen, ihre Strukturen an die Bedürfnisse der Generation Z anzupassen. Obwohl anpassbar, erfordern branchenspezifische Elemente enge Zusammenarbeit und kontinuierliches Feedback. Ergebnisse werden in Workshops präsentiert, was die Bedeutung der Zusammenarbeit während des gesamten Ergebnisprozesses unterstreicht.

Tongmool sagt abschliessend, Unternehmen, die keine digitale Präsenz haben, existieren im Wesentlichen in der Gen-Z-Welt nicht, was für Branding und Aufmerksamkeit von entscheidender Bedeutung ist. Er ermutigt Unternehmen deshalb, in digitalen Räumen Fuss zu fassen, als wichtigen ersten Schritt für eine erfolgreiche Engagement-Strategie.

Werbewoche.ch hatte auch die Gelegenheit, mit Belinda Weibel, der leitenden Expertin für Employer Branding bei Galenica, zu sprechen. Sie gewährte Einblicke, wie die Interessen des HR in den aktuellen Prozess einfliessen und wie Galenica als Arbeitgebermarke für Mitarbeiter und Lehrlinge positioniert wird.

Beschreibend, was Galenica als Arbeitgebermarke für Mitarbeiter und Lehrlinge auszeichnet, nannte Weibel individuelle Arbeitsräume, die Möglichkeit zur Entfaltung und die Chance, Veränderungen herbeizuführen. Offenheit für verschiedene Arbeitsweisen und Flexibilität seien ebenfalls zentrale Werte. Galenica biete nicht nur Jobs, sondern eine kreative Spielwiese.

In Bezug auf die Kommunikation dieser Werte dienen Projekte wie die Zusammenarbeit mit Zeam dazu, diese Botschaft sowohl intern als auch extern zu vermitteln. Galenicas umfangreiches Netzwerk sei vielen oft wenig bekannt. Daher ist es wichtig, die Botschaft zu vermitteln, dass bei Galenica die Möglichkeit besteht, Dinge zu bewegen, sich zu entfalten und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen. Diese Botschaft wird nach aussen getragen, um Talente jeden Alters und jeder Zielgruppe anzusprechen, so Weibel abschliessend.

Stefan Mignot ist Head of B2C Cutomer Marketing bei der Galenica. In Bezug auf den Transformationsprozess betonte er, dass dieser Prozess nicht nur eine technologische Weiterentwicklung darstellt, sondern vor allem darauf abzielt, sich den veränderten Kundenanforderungen anzupassen. Da die Digitalisierung das Umfeld stark prägt, sei es notwendig, eine Antwort zu finden, die diesen neuen Bedürfnissen gerecht wird.

Sein Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kundenerlebnisse und Marketinginstrumente die Bedürfnisse und die Sprache der Kunden widerspiegeln. Den aktuellen Marketing-Mix bei Galenica sieht er als noch stark von klassischen Massnahmen geprägt und sieht entsprechend ein grosses Potenzial für eine Transformation hin zu mehr digitalen Ansätzen, um heutige und zukünftige Kunden besser zu erreichen.

Mignot sprach auch über die Bedeutung der Generation Z im Marketingkontext. Obwohl sie nicht die Hauptzielgruppe sind, dienen sie als Orientierungspunkt für zukünftige Marketinginstrumente, um modernen Konsumenten gerecht zu werden.

 

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