Projekt Zuversicht: Jetzt geht die Brancheninitiative in die Praxis
Unsere Gesellschaft steht vor grossen Herausforderungen: Es mangelt an Zuversicht, an positiven Gemeinschaftserfahrungen und an Vertrauen in Institutionen und Politik. Eine Initiative möchte das ändern – und geht jetzt mit einem Wettbewerb in die nächste Runde.
Das Projekt Zuversicht, eine Brancheninitiative von Medien, Verbänden und Werbewirtschaft, möchte wieder mehr Zuversicht in die Gesellschaft bringen – und geht jetzt in die Umsetzung: Mehr als 250 vornehmlich junge Teilnehmende aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien und Unternehmen sind im Rahmen der zweiten Phase des Projekts Zuversicht zum Ende letzten Jahres zusammengekommen, um folgenden Fragestellungen auf den Grund zu gehen: Wie stärken wir politische Partizipation und Vertrauen in Institutionen? Wie kann der Journalismus wieder mehr Selbstwirksamkeit bei den Menschen bewirken? Und wie können Unternehmen gesellschaftliche Teilhabe und Zuversicht fördern? Unterstützt wurden die Teilnehmenden dabei von erfahrenen Coaches und Expert:innen. Nach drei sogenannten Ideathons voller Energie, Pitches, verworfener und realisierter Ideen und intensiver Arbeitsphasen stehen die Finalisten fest.
Die Finalisten im Einzelnen:

Journalismus & Medien
Platz 1
Media Buddies: Ein Matching-Format, das Bürger:innen und Journalist:innen verbindet – für gemeinsame Recherchen, mehr Perspektiven und echten Dialog
Platz 2
Überbrücke!: Ein generationsübergreifendes Videoformat, das die Lebenswelten von Älteren und Jungen auf eine ganz neue Art und Weise darstellen soll.
Platz 3
Check Doo: Eine spielerische App nach dem Motto „Tinder trifft Duolingo“, die junge Menschen befähigt, KI Bilder und Fake News zu erkennen.
Marken & Unternehmen
Platz 1
Zuvertising: Die Wortschöpfung kombiniert „Zuversicht“ und das englische Wort für Werbung – „Advertsing“. Die Idee: Händler werden dafür gewonnen, in ihren Märkten fünf Prozent der Werbeflächen für Zuversichts- und Gemeinschafts-Inhalte zur Verfügung zu stellen.
Platz 2
Society Connect: Azubis eines Immobilienunternehmens entwickeln eine virtuelle und physische Plattform, die die Bewohner von 160.000 Wohnungen aus der Anonymität holen und miteinander vernetzen, so dass Gemeinschaftserleben und Zuversicht entstehen können.
Platz 3
VerantwORTung heißt das Konzept für eine Plattform, die Menschen so miteinander vernetzt, dass sie an konkreten Orten für die verschiedenste Projekte zusammenfinden und gemeinschaftlich etwas bewegen können.
Politik & Parteien
Platz 1
Reversed Politics: Die Bühne gehört der Jugend, die Politiker hören zu: Reversed Politics dreht die klassische Podiumsdiskussion um. In diesem Projekt entwickeln Schülerinnen und Schüler über Umfragen und Projekttage konkrete Ideen zur Verbesserung ihres Alltags in den Landkreisen. Gemeinsam mit Politikern analysieren sie anschließend, wie sich diese lokalen Projekte tatsächlich umsetzen lassen.
Platz 2
Social Map: Wer kennt eigentlich noch seine Nachbarn? Social Map stellt die Frage nach Zusammenhalt in der Nachbarschaft und liefert die Antwort gleich mit. Die Plattform bricht Filterblasen auf, macht gemeinschaftliches Miteinander im direkten Umfeld erlebbar und gibt Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Mängel in ihrer Lebenswelt zu dokumentieren und direkt an die Verwaltung zu melden.
Platz 3
Wie EU ist deine Stadt?: Europa ist weit weg in Brüssel? Von wegen! „Wie EU ist deine Stadt?“ macht die Europäische Union direkt vor der Haustür erlebbar. Mit kreativen Kampagnen und Plakataktionen zeigt das Projekt, was sich durch die EU konkret Positives im Alltag tut: vom geförderten Kulturcafé bis zur modernisierten Schülermensa.
Flankiert wird das Programm von einem Kreativ-Wettbewerb. Der Branchenverband GWA und das Medienunternehmen Weischer rufen gemeinsam junge Kreative auf, eine begleitende Kampagne für das „Projekt Zuversicht“ zu konzipieren. Gesucht werden Kampagnenideen, mit denen junge Zielgruppen wieder für verlässliche Nachrichten begeistert werden können.

