Künstliche Intelligenz in der Psychotherapie: Chance oder Risiko?

In der aktuellen Folge des Podcasts AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt spricht Christoph Soltmannowski mit Raffaela Witting, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und eidg. anerkannte Psychotherapeutin.

Raffaela Witting, die in Zürich eine eigene Praxis führt, betrachtet Künstliche Intelligenz nicht als Konkurrenz, sondern als Chance für die Psychotherapie. KI könne lange Wartezeiten überbrücken, präventiv unterstützen und Patient:innen bei alltäglichen Herausforderungen begleiten. Gleichzeitig betont sie die Grenzen: Bei schweren psychischen Störungen oder Krisen bleibe menschliche Expertise unverzichtbar.

Ein besonderes Augenmerk legt Witting auf praxisnahe Anwendungen. Mit dem KI-gestützten Tool PlaneVoice wird die Dokumentation von Therapiesitzungen automatisiert – eine enorme Entlastung für Therapeut:innen, die so mehr Zeit und Präsenz für ihre Patient:innen gewinnen.

Doch neben Chancen sprechen Soltmannowski und Witting auch über Risiken. Themen wie Datenschutz, Datensouveränität und die Notwendigkeit klarer Regulierungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Gespräch. Witting plädiert für einen reflektierten Umgang: Fachleute müssten sich aktiv mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, um mitzugestalten, anstatt von Entwicklungen überrollt zu werden.

Eine Episode, die zeigt, wie Technologie und Menschlichkeit in der Psychotherapie zusammenspielen können – und welche Fragen unsere Gesellschaft dringend klären muss.

 

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