Zu guter Letzt: Den Chef gekillt, das Team gestärkt

In den USA beginnt sich derzeit ein neuer Trend abzuzeichnen: Immer mehr Unternehmen setzen bei der Bekämpfung von Kommunikationsdefiziten und der Stärkung der Teamfähigkeit auf Multiplayer-Onlinegames. Auch die Chefetage beteiligt sich dabei ausgiebig an den virtuellen Gefechten der Angestellten.

In den USA beginnt sich derzeit ein neuer Trend abzuzeichnen: Immer mehr Unternehmen setzen bei der Bekämpfung von Kommunikationsdefiziten und der Stärkung der Teamfähigkeit auf Multiplayer-Onlinegames. Auch die Chefetage beteiligt sich dabei ausgiebig an den virtuellen Gefechten der Angestellten und trägt so dazu bei, dass Berührungsängste zwischen Management und Mitarbeitern abgebaut werden. Besonders häufig wird auf die sogenannten Ego-Shooter-Spiele gesetzt. «Während den Gaming-Sessions verliert die Firmenhierarchie an Gültigkeit und es zählt alleine das individuelle Können», wird Ross O’Dwyer, Chef der Abteilung Professional Services beim US-Softwarekonzern Havok, auf Pressetext.ch zitiert. Genau dies sei auch wichtig, da so die in der Realität existierenden «Mauern» zwischen Mitarbeitern und der Führungsebene sehr schnell eingerissen werden könnten. Das Personal sehe dies zudem als willkommene Chance, den eigenen Stresslevel abzubauen. «Man hat ja sonst nicht sehr oft die Gelegenheit, seinen eigenen Chef zu erschiessen. Das gibt einem schon ein gutes Gefühl», meint einer der Mitarbeiter. Ob es dieser Trend nach Europa schaffen wird, wird sich zeigen. Vielleicht gehört der Firmenausflug bald der Vergangenheit an – wieso in die Ferne schweifen, wenn sich das Team durch ein paar gezielte Schüsse bequem vom Computer aus stärken lässt…

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