Zu guter Letzt: Zurich on Fire
Um Feuerversicherungen zu bewerben, muss man nicht gleich ein Haus anzünden. Es reicht, wenn es so aussieht.
Ambient-Werbung kann sehr ambient sein. Besonders, wenn es um Themen geht, die uns tief im Inneren Angst machen – Hausbrände zum Beispiel. Versicherungsgesellschaften dementieren zwar gerne, dass sie die Angst der Kunden bewirtschaften, um Produkte zu verkaufen. «Angst soll beim Beratungsgespräch keine Rolle spielen – Angst wäre ein schlechter Berater.» sagt Adrian Kollegger, Geschäftsleitungsmitglied der Zürich Versicherung, in der SRF-3-Sendung «Input» («Die Schweiz – ein Land voller Angsthasen?»). «Wir möchten in unserer Werbung keine Bilder, keine Gefühle von Angst zeigen. Wir wollen mit unserer Werbung auf humorvolle Art und Weise zeigen, dass wir für die Menschen da sind.» entgegnet er auf den Vorwurf, die Versicherung mache Geschäfte mit der Angst. Und meint wohl eher das Auto mit der Wollmütze, als das bedrohliche Gefahren/Risiken-Diagramm aus dem Hause Zürich, mit dem ihn der Moderator konfrontiert.
Wie auch immer. In Argentininen macht man sich diesbezüglich scheinbar weniger Gedanken. Was nicht heissen muss, dass deswegen die Zürich-Werbung schlecht ist. Im Gegenteil. Die Agentur Don aus Buenos Aires hat mit technischen Hilfsmitteln einen Hausbrand simuliert. Und für einmal gefällt sogar der von Schauspieler Brad Krupsaw gesprochene, atmosphärische Casemovie. (hae)
