Umfrage «Euro Schock»: Peter Frey
Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Peter Frey, Managing Director, cR Werbeagentur
Die momentane Frankenstärke hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Unsere mitarbeitenden Grenzgänger (Deutschland/Frankreich) verdienen einiges mehr, leiden nicht unter den sonstweitig «eingefrorenen » Löhnen und sind dadurch (noch) weniger fluktuativ. Das Unangenehmere: Kunden wollen Lieferantenofferten aus dem Ausland und werden den Grundsätzen, dass dort eingekauft wird, wo das Geld verdient wird, untreu. Es werden auch bereits vermehrt gesamte Projekte an ausländische (Billig-)Agenturen vergeben. Generell führt der wirtschaftliche Druck bei den Auftraggebern zu Budgetüberprüfungen und danach zu Budgetkürzungen. Eine nicht ausgeschlossene Rezession führt erfahrungsgemäss zu Sparmassnahmen, welche die Marketingbudgets meistens zuerst zu spüren bekommen und danach die Medien. Unsere Branche ist von den Euro-Wechselkurs Auswirkungen demnach betroffen. Es erfordert von den Agenturen viel Kreativität, dass diese Krise gemeistert werden kann und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.
