Zu guter Letzt: Sozialer Wodka
Smirnoff fährt mit der neuen Kampagne «Exclusively for Everybody» grosses Geschütz auf gegen alles, was sich für besonders exklusiv hält.
Wodka hat sich in den letzten Jahren weltweit zum In-Getränk schlechthin gemausert. Verband man mit dem Destillat früher eher russische Holzfäller, die sich mit Selbstgebranntem rustikal aufwärmten, so kann es heute nicht mehr exklusiv genug sein. Wodka-Marken differenzieren sich mit unzähligen Destillier-Durchgängen, jahrhundertealten Rezepten oder auserlesensten Zutaten von der Konkurrenz. In trendigen Lokalen gleicht die Wodka-Auswahl bald einer Weinkarte.
Smirnoff findet: Zuviel des Guten – und macht sich in der neuen Kampagne herzhaft lustig über das Streben nach Exklusivität. Die beiden amerikanischen TV-Stars Alison Brie und Adam Scott organisieren eine Party. Während es ihr nicht exklusiv genug sein kann, vertritt er die unkomplizierte Bodenständigkeit. Sie wählt eine Wodka-Marke, die nur Kartoffeln verwendet, die einer prominenten Person ähneln. Sie richtet im Wohnzimmer eine VIP-Ärea ein. Sie bestellt an der Bar einen angesagten «Deconstructive Martini», für den der Barkeeper eine Schule in Stockholm besucht hat. Er hingegen sieht nicht ein, wieso man sich krampfhaft vom Einfachen abheben muss, wenn das Einfache gut oder gar besser ist.
Die Kampagne der Agentur 72andSunny umfasst einen dreiminütigen, äusserst unterhaltsamen Film, sowie dessen Unterteilung in einzelne, erweiterte TV-Spots. Smirnoff bekennt sich auf überzeugende Art dazu, Massenware zu sein. Die Marke erzielt 20 Prozent des Wodka-Umsatzes in den Vereinigten Staaten. Man muss nicht den Ruf haben, der Allerbeste oder Allerseltenste zu sein, um beim Publikum anzukommen. (hae)
Der Film:
//www.youtube.com/watch?v=MJygdDqUkjU
Die einzelnen Spots:
//www.youtube.com/watch?v=Lsb3bfzeejA
//www.youtube.com/watch?v=08z5h2m_yOc
//www.youtube.com/watch?v=9B3Dwmxo4OM
//www.youtube.com/watch?v=dwHPo9yyXlE
//www.youtube.com/watch?v=V2ca__LjHbI
//www.youtube.com/watch?v=AqwEp2HgoJc
