Radio Top ab sofort ohne Firmenvertrag

Die Geschäftsleitung von Radio Top hat sich mit der Gewerkschaft SSM auf keinen Firmenvertrag mehr einigen können. Der Vertrag aus dem Jahr 2008 lief Ende 2013 aus. Die Angestellten starteten damit vertragslos ins neue Jahr.

Laut Geschäftsführer Günter Heuberger müssen die Mitarbeitenden aber nicht mit Verschlechterungen rechnen. In einem Firmenvertrag werden die massgeblichen Arbeitsbedingungen der Angestellten geregelt. Die bisherigen Bestimmungen gelten nun zwar bis auf Weiteres, aber nur solange der Privatsender keine Änderungskündigungen ausspricht. Vertragsänderungen wurden bei Radio Top mit Sitz in Winterthur bisher nicht gemacht. Die Gewerkschaft SSM (Schweizer Syndikat Medienschaffender) ist aber «wenig optimistisch», dass dies so bleiben wird, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Weil neue Mitarbeitende wohl künftig zu anderen – sprich schlechteren – Bedingungen angestellt würden, entstehe sonst eine Ungleichbehandlung von neuen und bisherigen Angestellten. Zurzeit diskutieren Mitarbeitende gemeinsam mit der Personalkommission und der Gewerkschaft über Massnahmen, um eine allfällige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zu verhindern.

Heuberger: «Es wird keine Verschlechterungen geben»

Gemäss Geschäftsführer Günter Heuberger ist dies aber nicht notwendig. «Die Mitarbeitenden müssen nicht mit Verschlechterungen rechnen», sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Es werde keine Änderungskündigungen geben, und neue Mitarbeitende würden nicht zu schlechteren Bedingungen angestellt. «Ein Firmenvertrag ist an sich eine gute Sache“, sagte Heuberger. Radio Top sei damit lange ein Exot gewesen. Alle anderen vergleichbaren Privatsender hätten auch keinen Vertrag: «Er bringt einem Sender keinerlei Vorteile.» Natürlich gebe er den Mitarbeitenden Sicherheit. «Aber meine Angestellten können mir vertrauen, dass die Arbeitsbedingungen nicht verschlechtert werden.»

RaBe und LoRa mit Vertragsverlängerung

Erfolgreicher war die Gewerkschaft SSM bei den alternativen Radios RaBe in Bern und LoRa in Zürich. Diese Sender verlängerten die auslaufenden Firmenverträge um weitere fünf Jahre.
 

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