Stark wachsende Internetwerbung
Der Strukturwandel der Werbewirtschaft schreitet weiter voran. Bis 2015 sollen jährlich fast eine Milliarde Franken an Werbegeldern ins Internet fliessen. Die klassischen Werbemedien werden aber kaum noch wachsen. Dies zeigt eine Expertenbefragung von Publicom.
In den kommenden zwei Jahren wird insbesondere die Werbung auf mobilen Kanälen und im stationären Internet Marktanteile gewinnen, während sich die klassischen Medien auf schwierige Zeiten einstellen müssen. So sieht es zumindest die überwiegende Mehrheit des Delphinarium-Expertenpanels.
Skepsis gegenüber mobiler Werbung
Insbesondere gegenüber der mobilen Werbung gibt es aber auch viel Skepsis. Die Hälfte der Befragten äussert Bedenken, ob sich die mobile Werbung breit durchzusetzen vermag, sei es weil deren Wirkung ungewiss ist oder weil zu wenig akzeptierte Werbeformen existieren, die monetarisierbar sind. In einem Punkt gibt es aber kaum Dissens: Die Talfahrt der Printmedien ist noch nicht zu Ende. Sie werden auch in den kommenden zwei Jahren Marktanteile verlieren. Auch für die übrigen «klassischen» Werbeformen dürften die Zeiten schwierig bleiben. Für Kino, Radio und Direktwerbung sehen die meisten Experten eine Stagnation oder eine Verschlechterung der Marktposition voraus. Beim Fernsehen sind die Meinungen geteilt. Vergleichsweise günstig ist das Urteil für die Out-of-Home-Werbung. Hier rechnet kaum ein Experte mit schrumpfenden Marktanteilen.
Welche Gattungen werden bis 2015 profitieren können und welche werden Marktanteile verlieren? (n=26)

Welche Faktoren werden den Schweizer Werbemarkt in den nächsten drei Jahren am stärksten beeinflussen? (Mehrfachantworten) (n=26)

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