Publicom-Studie: Krise der Tageszeitungen

Der Strukturwandel macht den journalistischen Medien schwer zu schaffen. Helfen müssen sich diese in erster Linie aber selber.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Expertenbefragung der Medienberatungsfirma Publicom. Sinkende Zahlungsbereitschaft der Nutzer und strukturelle Veränderungen im Werbemarkt stellen die Finanzierbarkeit journalistischer Medien zunehmend in Frage: Ist der Journalismus bedroht? Welche neuen Finanzierungsmodelle kämen allenfalls in Frage?

Die Experten des Delphinariums sehen weniger eine allgemeine Journalismuskrise als eine Krise der Tageszeitung. Andere Medien wie Online, Radio und Fernsehen oder die Sonntagspresse seien von den Entwicklungen weit weniger betroffen. Die Notwendigkeit neuer Finanzierungsmodelle wird aber kaum bestritten.

Fast einhellig setzen die befragten Medienexperten auf die Selbstheilungskräfte der Branche. Andere Optionen erhalten deutlich weniger Zustimmung. Am ehesten könnte man sich noch eine Finanzierung durch unabhängige Stiftungen vorstellen. Ein Gebührenmodell oder gar die direkte staatliche Förderung findet jedoch kaum Anhänger. Als noch unsympathischer erweist sich nur die Finanzierung von journalistischen Medien durch medienfremde, zum Beispiel politische Interessen.

Delphinarium

Unter dem Begriff Delphinarium publiziert die auf Medienforschung und –beratung spezialisierte Publicom regelmässig Ergebnisse einer Expertenbefragung. Am Panel sind über vierzig Fachleute der führenden Medienunternehmen sowie Vertreter aus Werbung, Medienjournalismus, Kommunikationswissenschaft und Corporate Communications beteiligt.
 

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