Ferien? Was ist das?

AY&R sagt Kuoni-Reisenden nach der Rückkehr weiterhin, wos langgeht

AY&R sagt Kuoni-Reisenden nach der Rückkehr weiterhin, wos langgehtEs gibt leichtere Bürden, als eine ADC-Gold-Kampagne wie die für Kuoni mit ebenbürtiger Qualität und gleich hohem Überraschungseffekt fortzusetzen. Im kollektiven Gedächtnis verhielt sich der wegweisende Auftritt – «Ferien, in denen Sie alles vergessen» – nämlich diametral entgegengesetzt den verblüffenden Anfällen geistiger Absenz der heimgekehrten Kuoni-Reisenden. Damit gelang es der im Dezember 1999 gelaunchten Kampagne innert kurzer Zeit, die Vitalität und Beliebtheit der Marke und ihren Differenzierungsgrad stark zu heben. Aus heiterem Himmel wurde vor wenigen Wochen das erstarkte Image jedoch durch das hochgradig rufschädigende Schmierentheater in Kuonis Verwaltungsrat torpediert und zum Teil zerstört. Gleich doppelt dürfte deshalb der Druck auf den Schultern der Werber gelastet haben.
«Der Erwartungshaltung waren wir uns bewusst», sagen die beiden AY&R-ADs Hélène Forster und Christian Bobst. Mit ihrer Strategie, die klassischen Medien nicht zusätzlich zu forcieren, sondern mittels neuer Werbeträger die Botschaft zugespitzt zu vertiefen, haben sie wohl das Ziel erreicht.
Beispielsweise drehen liegen gelassene Koffer auf Gepäckbändern des Flughafens Zürich ihre Runden und werben mit unvergesslicher Message. Nicht weniger ausgefallen ist der Aufdruck in Schachteln zweier Pizzakuriere. Damit Hungrige nicht irrtümlich in den Karton beissen, werden sie gewarnt.
Selbst im Programmheft des Schauspielhauses, das erstmals als Hörspiel von Marthalers Truppe auf CD gebrannt wurde, wirbt Kuoni: Subtil zielen die Schauspieler, die ihren Part nach den Kuoni-Ferien vergessen haben, auf die Lachmuskeln der Zuhörer. Nicht einmal mehr an den Namen seiner angebeteten Ju … Jutta … ähm, Mama? kann sich Romeo erinnern. Luca Aloisi

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