Besinnlicher Boulevard

Ckdt hat das Basler Pfarrblatt zu Kirche heute umgestaltet

Ckdt hat das Basler Pfarrblatt zu Kirche heute umgestaltetAuch die Pfarrblätter, die katholischen Pendants zu den Kirchenboten, sind in einer Erneuerungsphase. Dort denkt man allerdings noch kleinräumiger. Nach wie vor existieren mehrere Pfarrblätter von Einzelpfarreien, zum Teil auch dort, wo sich der überwiegende Teil der lokalen Blätter zu kantonalen oder regionalen Pfarrblättern zusammengeschlossen hat. Eine bistumsinterne oder gar interkantonale Zusammenarbeit grösseren Stils gibt es nicht. Ausser im redaktionellen Bereich: Dort besteht ein Artikelaustausch.Bezüglich Layout wagt man da und dort aber neue Wege, so beim Pfarrblatt Basel, das mit 65000 wöchentlichen Exemplaren Basel, das Baselbiet, Teile des Fricktals und einen Zipfel Solothurns abdeckt. Per 2002 wird das Blatt in Kirche heute umbenannt und geliftet. Redaktor Josef Bieger-Hänggi spricht von einer «sanften Boulevardisierung»: Das Tabloidformat bleibt, von der bisherigen Buchstabenwüste sei man aber abgerückt, setze nun grössere Titel, schreibe kürzere Texte und könne neu auch farbige Bilder zeigen. Wäre es nach ihm gegangen, hätte das Layout, das von der Agentur Ckdt gestaltet wurde, durchaus noch frecher werden können.
Ab Frühjahr will man zudem das Jahresbudget von 1,7 Millionen Franken von Kirche heute mit Werbeeinnahmen ergänzen: Über die kirchlichen Stellenanzeigen hinaus soll gemäss Bieger eine weitere Inserateseite verpachtet werden – mit Kriterienkatalog, versteht sich. Beim Berner Pfarrblatt nimmt man so bereits 34000 Franken pro Jahr ein.
Auch in grösserem Rahmen sind Inserate ein Thema, erreichen doch die Deutschschweizer Pfarrblätter eine Gesamtauflage von 765000 Exemplaren. «An sich ist uns seit zwei Jahren bewusst, dass ein Inseratepool Power hätte, aber dafür ist die Zeit noch nicht reif», sagt Bieger-Hänggi. Denn einige Pfarrblätter würden noch keine Inserate annehmen. Kommerzielle Möglichkeiten bieten eher noch sporadisch erscheinende Dossiers, die den Pfarrblättern beigelegt werden. Markus Knöpfli

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