Jetzt ist der Christian der König

Wachstumseinbruch in der PR-Branche – Farner PR neu an der Spitze des BPRA-Rankings

Wachstumseinbruch in der PR-Branche – Farner PR neu an der Spitze des BPRA-RankingsVon Andreas Panzeri Die Nettohonorarumsätze der PR-Agenturen stiegen vergangenes Jahr um 4,6% auf 107,8 Millionen Franken. Dies geht aus den vom Bund schweizerischer PR-Agenturen (BPRA) jährlich publizierten Zahlen hervor. Farner PR hat Trimedia überholt und liegt neu an der Spitze des Agenturenrankings.
Bereits im Oktober 2001 haben viele Agenturen ihre Erwartungen nach unten revidiert und noch eine knappe Geschäftsausweitung von 1,3% prognostiziert. Im goldenen Jahr 2000 hatte das effektive Wachstum noch bei rund 25% gelegen. Die offizielle Marktstatistik 2001 bestätigt nun mit 4,6% die Wachstumsverflachung, allerdings nicht im ursprünglich befürchteten Ausmass.
Die 21 heutigen BPRA-Mitglieder erwirtschafteten im Berichtsjahr 2001 mit 77% Marktanteil in der Schweiz 91 Millionen Franken mit 383 Beschäftigten. Die Pro-Kopf-Umsätze sanken gegenüber dem Vorjahr von 250000 auf 237000 Franken.
Im Kommentar zum Ranking stellte BPRA-Präsident Ulrich Bollmann fest, dass BPRA-Agenturen schneller wachsen als der gesamte Agenturmarkt. Den Spitzenplatz nimmt im Jahr 2001 mit einem Umsatz von 14,9 Millionen Franken erstmals Farner PR ein, die weit über dem Marktdurchschnitt 21% zulegte und damit die bisher führende Trimedia überflügelte, die 14,5 Millionen Franken erreichte. Auf den nächsten Plätzen finden sich Wirz PR mit 11,6, Burson-Marsteller mit 10,8 sowie das Nicht-BPRA-Mitglied Bütikofer, das mit 10,1 Millionen Franken rund 11% an Volumen verlor. Insgesamt legten diese Big Five gegenüber 2000 um knapp 4% zu und verfügten über einen Anteil von 68% am erfassten Agenturmarkt.
Neu in der statistischen Entwicklung ist das stärkere Wachstum des Mittelfeldes. Die C-Matrix Group, Mediapolis, cR Kommunikation, Frei Kirchgessner und PiAr auf den Plätzen 5 bis 10 der BPRA-Mitglieder steigerten ihre Honorarumsätze um 15% auf 20,5 Millionen Franken. Dieses Wachstum stellt eine Trendumkehr dar, waren es in den letzten Jahren stets Grossagenturen gewesen, die ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichneten.
Bei der Gliederung der Umsätze nach Dienstleistungen zeichnen sich gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen ab. Mit 48% nimmt Corporate Communications nach wie vor den Spitzenrang ein, gefolgt von Produkte-PR/ Marketingkommunikation mit
17 und Investor Relations mit 13 sowie Public Affairs mit 12%.
Im Berichtsjahr hat sich der Trend zu kurzfristigeren Kundenentscheiden fortgesetzt. «Das erschwert allen Agenturen eine optimale Bewirtschaftung der eigenen Ressourcen und führt auf Auftraggeberseite gelegentlich zu unprofessionellen Briefings», sagte
Bollmann.
2001 haben verschiedene internationale Netzwerke das Interesse an einer stärkeren Verknüpfung im schweizerischen Markt bekundet. Burson-Marsteller blieb jedoch die einzige voll integrierte Netzwerkagentur.
Nach der Mitgliederversammlung hat der BPRA heute 21 Mitglieder. Neu sind DBCOM in Lausanne und Vector Communications, Zürich, dazugekommen. Weggefallen sind Wenger und Pielken.
Die Mitgliederversammlung in Zug bestätigte Ulrich Bollmann, Burson-Marsteller, als Präsidenten sowie die bisherigen Vorstandsmitglieder Christian König, Farner PR, und Peter Felber, Int/Ext-Gruppe, in ihren Funktionen. Hugo Schmidt, Schmidt PR, hatte auf eine Wiederwahl verzichtet. An seiner Stelle wurde Alfred Köcher, C-Matrix Group, gewählt.
Am Tag seiner Mitgliederversammlung hat der BPRA eine frisch herausgeputzte Website aufgeschaltet. Auf www.bpra.ch finden sich auch weitere Details zum neuen Agenturranking.

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