Zeit für die eigene kleine Welt

Wirz passt den für Allianz Suisse begonnenen Werbefahrplan an

Wirz passt den für Allianz Suisse begonnenen Werbefahrplan anVon Ernst Weber Das Allfinanzunternehmen Allianz Suisse öffnet sich einem breiteren Publikum. Ein von Wirz konzipierter Folgeauftritt verspricht Menschen mit nun eher alltäglichen Hobbys mehr Zeit für die zweitschönste Nebensache der Welt. Zugleich korrigiert die Agentur optische Schönheitsfehler der Lancierungskampagne.
Seit im vergangenen Herbst die Fusion von Allianz Schweiz mit den Schweizer Versicherern Elvia und Berner spruchreif wurde, konzipiert Wirz, Zürich, die Werbung der Tochter des deutschen Unternehmens, das nun Allianz Suisse heisst. Die Zusammenarbeit startete mit der Kommunikation der Fusion und der aus der Übernahme resultierenden Namensänderung.
Danach wurde im November durch einen Positionierungsauftritt der USP der Gesellschaft lanciert. Demgemäss hätten «Kunden der Allianz Suisse (…) mehr Freizeit». Die Umsetzung porträtierte Klienten der Allfinanz, die einem nicht alltäglichen, zeitintensiven Hobby nachgehen. Darin wurde etwa Koni Schafroth gezeigt, der ein visionäres serienfähiges Fluggerät konstruierte, das die Form eines Fisches statt eines Vogels hat.
Auf derselben konzeptionellen Schiene fährt die wiederum von Wirz gestaltete Fortsetzungskampagne. Im Unterschied zum Erstauftritt zeigt sie nun in erster Linie Versicherungs- und Beratungsnehmer von Allianz Suisse, die kommuneren Hobbys nachgehen als in der ersten Serie.
Mängel behoben, die die Marktforschung aufgezeigt hat
Die Marktforschung regte an, den Fokus eher auf populärere Freizeitbeschäftigungen zu verlagern. Vom Institut Publitest im vergangenen Herbst durchgeführte Pretests zur Lancierung der Kampagne ergaben, dass normale Hobbys besser gefielen, so zum Beispiel das Hobby eines Modellautorestaurateurs, erklärt Roman Jud, Berater bei Wirz.
Zahlreiche Befragte hatten offenbar kritisiert, dass keine Frau unter den Porträtierten war. Auch dies wurde mit der Folgekampagne und dem Motiv über eine «Puppenärztin» geändert.
Durch die Neudefinition der Bildmentalität, deren augenfälligstes Merkmal die harten Kontraste sind, wirkt der Auftritt stärker, und die Aussage gewinnt an Kraft. Die veränderte «Bildqualität» der aktuellen Anzeigenmotive suggeriert Energie und Entschiedenheit. Sie unterstützt zudem eine imagebildende Stimmung. Diese Stimmung war in der Lancierungskampagne noch weniger ausgeprägt, weil die Sujets im dokumentarischen Fotostil aufgenommen worden waren.
40 Sekunden-Spot als Höhepunkt des Folgeauftritts
«Die Aufnahmen zeigen die Porträtierten in spannender Art und Weise im Umfeld ihres Hobbys», meint Wirz-CD Matthias Freuler.
Höhepunkt der Kampagne bildet ein in der Tat sehenswerter TV-Spot, der in 40 Sekunden die Geschichte von Gabriel Jenny, seinem Erwachsenwerden und von seiner Lust am Pogo-Stock-Springen, erzählt.

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